Archiv der Kategorie: Aktuelles: AK Bioabfall

Nachbetrachtung zum Nachhaltigkeitsforum RUB „Ergebnisse der Arbeitskreise Bioabfall und Urban Gardening“ am 04.09.18

Zur Abschlusspräsentation der NHF-Arbeitskreise Urban Gardening und BioAbfall fanden sich zahlreiche Interessierte im Universitätsforum Ost (UFO) am 04.09.2018 ein.

Dabei wurde das jeweilige Erreichen der gesteckten Ziele dokumentiert und ein Einblick in die Arbeitsweise der Arbeitskreise gegeben. Ebenso wurde auch der neue Arbeitskreis „Tiny Houses“ vorgestellt und zum Mitmachen eingeladen.

Die Ankündigung zum nächsten Nachhaltigkeitsforum folgt in Kürze, aufgrund von einigen Umstrukturierungen und auslaufenden Mitteln im Projekt wird der künfitge Rhythmus diskutiert und neu angesetzt.

Der zusammengefasste Inhalt folgt unterm Strich.

Bei Fragen, Anmerkungen oder ähnlichen Anliegen, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

 


1. Begrüßung

2. Nachhaltigkeitsforum
Nach einer kurzen Begrüßung wurde der Abend mit einer knappen Kurzvorstellung des Formats „Nachhaltigkeitsforum“ eingeleitet. Dabei wurden Entstehung, behandelte Themen und initiierte Projekte vorgestellt. Viele Details lassen sich auch dem Jahresbericht 2017 entnehmen, dieser ist unter diesem Link herunterladbar. Ebenfalls wurde die Idee eines möglichen Nachhaltigkeitsbüros an der Universität vorgestellt.

3. Vorstellung der Ergebnisse
3.1. AK Urban Gardening
Ziele des Arbeitskreises waren das Dokumentieren von urbaner Gärtnerei im Ruhrgebiet, das Ausrichten eines Workshops, das Erstellen eines Leitfadens sowie die Durchführung einer Exkursion zu bereits existierenden Projekten. Mit stetig 5-15 Beteiligten über das Jahr, welche vom inSTUDIES Projekt tatkräftig unterstützt wurden, wurden die verschiedenen Ziele in kleineren Untergruppen in Angriff genommen.
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Zusätzlich wurde intensiv nach einer Fläche zum Gärtnern und Ausprobieren gesucht – Auf dem Campus der Universität war eine direkte Bearbeitung im ersten Schritt nicht möglich, da eine Stelle fehlte um diese mitzubetreuen. Eine Fläche wurde an der Wasserstraße gefunden, diese konnte dank einer aufgeschlossenen Besitzerin einer größeren Grünfläche „beackert“ werden. Das große Engagement dort hat (sehr) viele Früchte getragen (Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Knoblauch, Bohnen, Kürbisse, Grün- und Rotkohl, sowie Beete für Fledermäuse und Insekten) und wurde mit einer reichen Ernte belohnt. Außerdem wurde zu dieser Fläche eine Bodenprobe gezogen, welche eine gewisse Belastung mit Schwermetallen ausweist. Nähere Analysen und Details stehen aber noch aus.

Statt ursprünglich einer geplanten Exkursion gab es am Ende zwei große Exkursionen  – am 17.12.2017 im Bergmannshof und die Gärtenradtour am 2.6.2018 (für die Berichte, den jeweiligen Link anklicken). Die Vernetzung der Gärten im Ruhrgebiet ist sehr lebendig und führt zu regem Wissens- und Werkzeugtausch.

Am 18. August dieses Jahres fand dann erfolgreich der Workshop zum Bau von Palettenmöbeln, Vertikalbeeten und einer Kräuterschnecke statt, den Bericht dazu findet ihr hier, den Artikel dazu in der WAZ findet ihr hier.

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Arbeiten mit Holz beim Workshop

Der Leitfaden ist nun ebenfalls fertig, befindet sich allerdings noch im Lektorat und wird dann bald auf dem Blog hier veröffentlicht mit einem dazugehörigen Artikel. Inhaltlich geht es im Leitfaden um verschiedene Gartenformen, die dazu passenden verschiedenen Beet- und Bepflanzungsmöglichkeiten, wissenswertes über Kompostierung und ein wenig Bodenkunde. Des Weiteren gibt es Tipps und Lösungsvorschläge für Balkon und andere „Minigärten“. Abschließend findet sich noch eine Übersicht über Gemeinschaftsgärten in Bochum und Kontaktmöglichkeiten für Interessierte.

In der Diskussion kamen Fragen bezüglich der konkreten Bepflanzungssorten als auch Fragen zur Bodenprobe, Schwermetallen und den Konsequenzen daraus. Um die Schwermetallproblematik zu umgehen sollten eher Pflanzen mit Früchten (z.B. Zucchini) statt Knollenpflanzen gegessen werden. Mit expliziten Schwermetallreinigenden Pflanzen wurde sich zwar schonmal beschäftigt, da die Analyseergebnisse aber erst seit Kurzem vorliegen, gab es noch keine konkreten Maßnahmen zur Bodensanierung. Die Ernte an sich wird an Mitwirkende verteilt, welche im Laufe des Sommers im Garten gearbeitet haben, teilweise wurde aber auch Ernte bei Nachbarn vor die Tür gelegt oder in Foodsharing-Verteiler.

Fürs Erste ist der Arbeitskreis nun mit der Erfüllung der Ziele „abgeschlossen“, für Praxisinteressierte wird der Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße aber weiterhin eine Anlaufstelle bieten – jeden 2. und 4. Sonntag ab 14 Uhr werden Menschen im Garten der Wasserstraße 55, Bochum, vor Ort sein. Es existiert aber auch eine Kurznachrichtendienstgruppe zur Koordination. Bei Fragen jeglicher Art aber auch dem Wunsch des Mitmachens, wendet euch an urbangardening-nhf@rub.de

3.2 AK Bioabfall
Der Arbeitskreis Bioabfall hat sich alle 2-4 Wochen getroffen, nachdem er mit der Ausgangsfrage „Warum gibt es an den Wohnheimen in Bochum eigentlich keine Biomülltonne?“ begann und mit Unterstützung von inSTUDIES gut durchstarten konnte. Als Ziel wurde ausgegeben, dass die Potenziale von Biomülltonnen an Bochumer Wohnheimen ergründet werden sollen als auch Bildungsarbeit diesbezüglich durchgeführt werden sollte.

Zu Beginn stand eine umfangreiche Recherche zu Biomüll im generellen, der Verwertung von Bioabfällen sowie dem ökologischen Potenzial seiner Trennung und Verwertung. Nachdem die Teamfindung abgeschlossen war gab es bereits erste Gespräche mit dem „Umweltservice Bochum“ (USB) bezüglich der kommunalen Lage von Biotonnen. Schnell wurde klar, dass für die Umfrage zuvor ein Flyer entworfen werden soll, welcher den richtigen Umgang mit, sowie den Vor- und Nachteilen der Nutzung einer Biomülltonne darlegt.

In weiteren Arbeitsschritten wurde nun der Arbeitskreis in zwei Arbeitsbereiche aufgeteilt, Flyer und Umfrage. Daraufhin gab es dann nach den ersten Umfrageentwürfen auch Gespräche mit dem Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) zur weiteren Erörterung der Situation der Wohnheime.
Anschließend wurde ein Vortrag über die Biotonne von Philipp Heldt (Verbraucherzentrale) als weitere Wissensquelle herangezogen.
Weiterhin war die Kommunikation mit den verschiedenen beteiligten Akteur*innen von großer Bedeutung und so wurden dann auch Gespräche mit den Wohnheimräten geführt, welche in einer Kooperation bei der Durchführung der Umfrage mündete.
Die Umfrage wurde dann nach zahlreichen Zwischenentwürfen in die finale Version überführt und dazu auch auf englisch übersetzt um Teilhabe auch für internationale Studierende zu ermöglichen. Daraufhin entbrannte eine Diskussion über die Verbreitung der Umfrage und der Flyer. Diese wurde letztendlich aus ökologischen Bedenken mit einem Kompromiss (ein stark gekürzter Faltflyer mit Link auf die Umfrage & die längere Version des Flyers) gelöst. Dieser Kompromiss wurde durch die Verbreitung über die sozialen Medien in Zusammenarbeit mit den Wohnheimräten ergänzt.

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Der Flyer in seiner finalen Version

Letztlich haben im ersten Schritt knapp 100 Personen an der Umfrage teilgenommen. Bei den Befragten waren alle Wohnheime vertreten. Die Laerholzstr. 7-13b („Studidorf“) und Stiepler Str. 131, 131a, 131b („Grimberg“) nahmen in relevantem Anteil ihres Wohnheims teil: 12% und 9% der Bewohnenden nahmen an der Umfrage teil. Die Mehrheit kann sich vorstellen, die Tonne zu nutzen und glaubt auch, dass diese in ihrem Wohnheim auch genutzt werden würde. Generell schienen bei den Befragten die positiven Argumente zu überwiegen. Die bisherigen Ergebnisse (Stand September 2018) der Umfrage sind allerdings vorsichtig zu betrachten, vor dem Hintergrund der geringen Repräsentativität. Eine weitere Runde von Umfragen zu Beginn des Wintersemesters könnten eine größere Reichweite erzielen und somit belastbarere Ergebnisse liefern.

Die Ziele des Projektes wurden realisiert und auf der Vorarbeit zur Umfrage kann, wenn gewünscht, aufgebaut werden. Die Teilnehmenden des Arbeitskreises halten das „Studidorf“ für einen geeigneten Standort für ein Pilotprojekt, die Umsetzung dessen liegt aber schlussendlich beim AKAFÖ.

Ein weiterer Schluss der aus den Umfragen und der Beschäftigung mit dem Thema gezogen wurde ist, dass noch viel Aufklärungspotenzial bezüglich Mülltrennung in den Wohnheimen vorhanden ist.

In der anschließenden Diskussion wurden Anregungen für die Durchführung von derlei Umfragen gegeben und die Notwendigkeit vom „Erleben um zu Verstehen“ betont. Dies wurde – ohne je Ziel gewesen zu sein – erreicht durch eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Witten, welche für alle Beteiligten das (Problem-)Bewusstsein um die richtige Mülltrennung nochmal klar vor Augen geführt hat. Für Bilder und einen Bericht zu dieser Exkursion klickt ihr hier.

Derzeit finden weitere Gespräche mit dem AKAFÖ bezüglich der verschiedenen Potenziale und der Ergebnisse der Umfrage statt. Bei Neuigkeiten werden wir euch selbstverständlich auf diesem Blog unterrichten. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese natürlich weiter an bioabfall-nhf@rub.de richten.

4. Aussicht auf das neue Projekt „Tiny Houses“
„Was ist das eigentlich, so ein ‚Tiny House‘?“, fragt sich nun die Ein oder Andere geneigte Leser*in. Es handelt sich um eine alternative Wohnform zwischen 5 und 37m², welche meist einfach versetzbar ist und eine günstige Möglichkeit bietet schnell an ein Eigenheim zu gelangen. Warum ist das nun relevant für das Nachhaltigkeitsforum? Tiny Houses bieten ein mobiles Wohnkonzept (an den Lebensmittelschwerpunkt angepasst und dabei Ersparnis von Pendelei), welche auch als Statement gegen den anhalten Flächenfraß verstanden werden können (jedes Jahr verschwinden in Deutschland derzeit 66 Hektar Land unter Beton, das sind 164 Fußballfelder oder einmal das Stadtgebiet von Düsseldorf). Außerdem handelt es sich beim minimalistischen Wohnstil auch um ein Gegenmodell zum Gesellschafttrend mehr zu konsumieren als gebraucht wird. Dabei stellen sich die Fragen nach der Tauglichkeit als Modell für energieeffizientes Wohnen, des ökologischen Potenzials gegenüber traditioneller Wohnblöcke und die Recyclebarkeit von Baustoffen.

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Der skizzierte Ablaufplan des neuen AKs “ Tiny Houses“

Im neuen Arbeitskreis soll zuerst im kommenden Wintersemester eine Grundlagenrecherche stattfinden, auch um auf diese Fragen Antworten zu finden. Im nächsten Schritt wird dann im folgenden Sommersemester eine curriculäre Seminarreihe veranstaltet, welche begleitet von Exkursionen zum Abschluss eine praktische Erarbeitungsphase eines Modellbaus beinhalten soll.

Unterstützt wird das Projekt von inStudies sowie vom Lehrstuhl für REssourceneffizientes Bauen der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Ist euer Interesse geweckt worden oder wollt ihr sogar bei der Vorbereitung mithelfen? Dann schreibt Ulrike Emonds oder Marvin Nöller.


 

Solltet ihr noch weitere Fragen, Anmerkungen oder ähnliche Anliegen haben, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Präsentation zur Umfrage in Bochumer Wohnheimen zum Thema „Bereitschaftspotenzial von Biotonnen“. Die Auswertung wird zusammengefasst auf diesem Blog zu finden sein. Die Zwischenschritte lassen sich unter der Rubrik „Arbeitskreis Bioabfall“ nachlesen,

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AK BioAbfall – Exkursion zur Biogasanlage

Am 18. Juli fand unsere Exkursion zur AHE-Biogasanlage in Witten-Bebbelsdorf [Link zur AHE-Webseite] statt. Knapp ein Dutzend interessierter NHF-Teilnehmerinnen reiste per organisierter Radtour oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Bochum an und wurde gute anderthalb Stunden über die gesamte Anlage geführt.

Die AHE-Biogasanlage in Witten-Bebbelsdorf besteht aus

  • einer Annahmehalle, in der kommunaler Biomüll aus der haushaltsnahen Sammlung sowie kommunaler Grünschnitt (Straßenbegleitgrün…) verarbeitet wird,
  • dem Fermenter, in dem das Biogas gewonnen wird,
  • einem Nachlager für flüssige Gärprodukte und fünf Intensivrotten, in denen Kompost produziert wird. Beide Produkte werden regional in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt, sowie
  • einer Schaltzentrale, von wo aus die Anlage gesteuert wird.

Was allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wohl im Gedächtnis bleiben wird, ist die große Menge an Plastik und falsch eingeworfenem Müll, der sich in dem angelieferten Biomüll befand. Das Problem daran: es gibt auf der Anlage, neben der händischen Sortierung, die mit Blick auf den bezahlten Arbeitsaufwand viel zu teuer ist, kaum effektive Möglichkeiten, das Plastik aus dem Biomüll zu entfernen. Dadurch gelangt in den Kompost, der am Schluss von den Landwirtschaftsbetrieben abgeholt und auf das Feld gebracht wird, immer wieder ein nicht unerheblicher Teil biologisch nicht abbaubarer Reststoffe. Wir appellieren daher an dieser Stelle an alle aktuellen und künftigen Nutzerinnen und Nutzer einer Biotonne, auf die richtige Trennung zu achten.

Am Ende wollten wir noch wissen, wie viel Kapazitäten die Anlage derzeit noch zur Verfügung hat. Wir wurden informiert, dass noch genug Platz für den Biomüll mehrerer Wohnkomplexe zur Verfügung stünde. Bei der Biogasanlage in Witten handelt es sich zwar um eine verhältnismäßig kleine Anlage, die dennoch und insbesondere in der Region einen großen Beitrag zu einer nachhaltigeren Abfallbeseitigung leistet.

Im folgenden finden sich ein paar fotografische Eindrücke von der Exkursion.

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Auf dem obigen Bild befindet sich links hinten ein Teil des kommunalen Biomülls wie er angeliefert wird. Rechts ist der nicht geeignete, aussortierten Anteil aufgeschüttet. Da die Sortiermaschine Plastikteile nur über ihr Gewicht erkennen kann, werden auch viele biologische Bestandteile aussortiert.

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Ein Teil der NHF-Gruppe steht vor dem BHKW, das das Biogas vor Ort direkt in Strom umwandelt.

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Ein Blick in den Fermenter, das Herzstück der Anlage: Dort wird das Biogas unter therophilen Bedingungen von speziellen Bakterien produziert.

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Im Hintergrund ist einer der Rottetunnel zu sehen, in denen die festen Überreste aus dem Fermenter mit der Zeit zu wertvollem Kompost werden. Dieser ist auf dem Bild im Vordergrund zu sehen.

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In der Schaltzentrale wird den Teilnehmenden noch einmal erklärt, wie alle Teile der Anlage zusammenhängen und in welcher Beziehung die einzelnen Wirkungsprozesse zueinander stehen.

Weitere Informationen und ein erklärendes PR-Video zur AHE und zum Biogasanlagenprinzip (von der Tonne bis zum Strom aus der Steckdose) finden sich auf der entprechenden AHE-Webseite www.stromtonne.de/

Wir danken der AHE GmbH und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Biogasanlage Witten-Bebbelsdorf herzlich für den exklusiven Einblick und für einen durchweg informativen und interessanten Vormittag!

 

Nachbetrachtung des Nachhaltigkeitsforums „Foodsharing und Urban Gardening“ am 03.07.2018 im Alsengarten Bochum

Dank des sommerlichen Wetters zog es das Nachhaltigkeitsforum ausnahmsweise für ein Treffen in das Alsenwohnzimmer Bochum, beziehungsweise in den Alsengarten. Diesmal standen die Themen „Foodsharing und Urban Gardening“ im Fokus. An dieser Stelle ein Dankeschön an den Jörg Menden vom Alsengarten Bochum und an die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen interessanten Austausch.

Das nächste Nachhaltigkeitsforum findet statt am

07.08.18 ab 18 Uhr im Universitätsforum Ost (UFO) 

Bei Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Im Folgenden findet ihr die Zusammenfassung des Treffens.


1. Begrüßung

2. Update aus dem Arbeitskreis BioAbfall

Der Flyer zum Leitfaden für eine sachgerechte Nutzung der Biotonne wurde nun in den Druck gegeben. Desweiteren steht die Umfrage zu Erfahrungswerte und Potenzialen der Biotonnennutzung in Wohnheimen in den Startlöchern, um verschickt zu werden. Außerdem wird am 18. Juli 2018 die Exkursion zur Biogasanlage in Witten stattfinden. Weiter Informationen zu der Exkursion findet ihr hier.

3. Impulsvortrag „Foodsharing“ von Janine Skibbe

Im Anschluss gab es einen kurzen Vortrag zum Thema Foodsharing von Janine Skibbe.

Die Zahlen sprechen offenbar für sich. Jährlich werden weltweit 4 Milliarden Tonnen Nahrung produziert, davon werden 1,3 Milliarden Tonnen verschwendet. In Deutschland werden jährlich 11 Millionen Tonnen Nahrung verschwendet, etwa 2/3 davon werden durch den Endverbraucher verursacht und sind somit vermeidbar.
Im Jahr 2012 beschloss eine Inititative aus Berlin gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen und begann eine Kooperation mit der Bio Company GmbH in Berlin. Ziel war es, noch genießbare Lebensmittel zu retten, bevor sie aus welchem Grund auch immer weggeschmissen werden. Daraufhin entstand die Plattform Foodsharing.de, auf der sich innerhalb weniger Monate tausende Mitglieder registrierten.
Sogenannte „Foodsaver“ sorgen dafür, dass ungewollte oder überproduzierte Lebensmittel (aus Betrieben) nicht weggeschmissen, sondern verteilt werden. Außerdem können Provatpersonen über die Website (Rubrik „Essenskörbe“)  Lebensmittel mit anderen Mitgliedern teilen. Um vom Foodsharing zu profitieren, ist eine Mitgliedschaft nicht Pflicht.

Viele regionale Foodsharing-Vertreter haben sogenannte „Fairteiler“ errichtet. Dies sind kleine Regale, in der jede/r Lebensmittel hinzufügen und entnehmen kann. In Bochum steht einer dieser Fairteiler zum Beispiel direkt vor dem Alsenwohnzimmer in der Alsenstraße. Ein weiterer befindet sich seit Anfang 2018 an der Ruhr-Universität im frei zugänglichen Studierendenhaus (AStA-Flur). Vorgabe ist, dass es sich bei den geteilten Waren noch um genießbare Lebensmittel handelt.

Das Selbsverständnis von Foodsharing beinhaltet, dass Lebensmittel niemals verkauft werden, es keine Konkurrenz zur Tafel darstellen soll und dass die Verteilung fair und nicht nach Bedürftigkeit erfolgt. Foodsharing ist unabhängig, unparteilich und allgemeinnützig.

4. Erste Ergebnisse des Arbeitskreises Urban Gardening

Der Leitfaden ist nun fertig. Allerdings ist der für Ende des Semesters geplante Workshop noch in der Planung. Der Garten an der Wasserstraße wächst jedoch weiter. Dort werden stetig weitere, kleine Projekte realisiert.

5. Ausklingen im Alsengarten

Am Ende zogen alle Teilnehmer weiter in den Alsengarten. Es gab ein kleine Führung durch die bunten Stationen und kleinen sowie großen Projekte des Gartens:

  • der frisch errichteten Pizza- und Raketenofen,

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  • die Obstecke,

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  • die Kräuterspirale

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  • die Hochbeete und

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  • der Bienenkästen.

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An den einzelnen Stationen wurden ergänzende Hintergründe und Basiswissen erläutert. Bei den Bienenkästen gab es dazu noch einen spontanen Vortrag zum Verhalten und der Lebensweise der Bienen.

 

 

Stand Juni 2018 – AK BioAbfall

BioAbfall Zeitstrahl Juni

Infobroschüre

Die Infobroschüre ist nun fertig! Hier findet Ihr die deutschsprachige Version und hier die englischsprachige.

Zur besseren Verbreitung der Informationen hat sich das AK-Team dazu entschieden, einen verkürzten 2-seitigen Flyer mit den wichtigsten Infos zu drucken und in den betroffenen Studierendenwohnheimen zu verbreiten. Die Komplettversionen werden größtenteils über Social Media und einigen uniinternen Verteilern in den Umlauf gebracht.

Umfrage

In Kürze startet die Verbreitung der Broschüre und ab dann erhoffen sich die Mitgliederinnen und Mitglieder des Arbeitskreises eine rege Teilnahme an der Umfrage, die nun ebenfalls in beiden Sprachversionen fertig ist.

Besichtigung Biogasanlage

Ein neuer Termin für die Besichtigung der Biogasanlage steht nun ebenfalls fest: am 18. Juli startet unsere Exkursion zur Biogasanlage in Witten. Noch sind einige wenige Plätze frei. Bitte schreibt an die Mailadresse bioabfall-nhf@rub.de unter Angabe des Betreffs „Exkursion“ und eures Namens, wenn ihr Lust darauf habt und mitkommen wollt. Weitere Informationen zu der Exkursion könnt ihr dem Blogartikel entnehmen. Wir freuen uns schon!


Das Beitragsbild zeigt einen Ausschnitt aus der englischsprachigen Version der Infobroschüre, die nun bald in ausgewählten Bochumer Wohnheimen verteilt werden soll. Dort zu sehen ist eine Auflistung verschiedener Lebensmittel, die in die Bio Tonne gehören oder sich kompostieren lassen.

Exkursion Biogasanlage am 18. Juli 2018

Der Termin für die Besichtigung der Biogasanlage steht fest: Am Mittwoch, den 18. Juli 2018, besteht für 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach vorheriger Anmeldung (s.u.) die kostenfreie Möglichkeit, praktische Verfahren der Biogaserzeugung und -verwertung hautnah mitzuerleben:

Liebe Freundinnen und Freunde der Biotonne,

derzeit organisieren wir eine Exkursion zur Biogasanlage in Witten, wo der eingesammelte Biomüll aus Bochum verarbeitet wird. Hier wollen wir uns die Vorgänge in einer Biogasanlage aus nächster Nähe anschauen und praktische Erfahrungen mit unserem theoretischen Wissen über die allgemeine Biogasherstellung verbinden. Ermöglicht wird der Einblick freundlicherweise durch die AHE GmbH [link].

Die Exkursion wird am Mittwoch, den 18. Juli um 10 Uhr morgens am AHE beginnen und eine bis anderthalb Stunden in Anspruch nehmen. Die Möglichkeit einer gemeinsamen Anreise wird im Vorfeld orgaisiert. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 15 Personen; meldet euch bei Interesse deswegen frühzeitig an.

Bitte schreibt an die Mailadresse bioabfall-nhf@rub.de unter Angabe des Betreffs „Exkursion“ und eures Namens, wenn ihr Lust darauf habt und mitkommen wollt.

Über den derzeit in der Abstimmung befindlichen Termin werdet ihr dann auch direkt informiert.

Euer AK Bioabfall

Wohin – Exkursionsziel: AHE Witten, Biogasanlage [Link]
Wann – 18. Juli 2018 , 10:00-11:30 Uhr
Wieviele – Die TN-Zahl ist auf 15 TN begrenzt.
Anmeldung – Per Mail an bioabfall-nhf@rub.de [es sind noch Plätze frei]

 

Stand Mai 2018 – AK BioAbfall

BioAbfall Zeitstrahl Mai

Beim AK Bioabfall geht es langsam in die heiße Phase:


Infobroschüre

Die Infobroschüre ist nun fast fertig und kann bald verschickt und ausgeteilt werden. Die Mitglieder des AKs arbeiten zur Zeit an einer englischen Version. Im letzten Monat hatten wir tatkräftige Unterstützung einer Grafikdesignerin. Einen ersten Vorgeschmack des Ergebnisses seht ihr im Beitragsbild. Bei dem letzten Treffen des Arbeitskreises am vergangenen Dienstag wurden letzte Verbesserungsvorschläge zusammengetragen und eine finale deutsche Version der Broschüre erstellt.


Umfrage

Auch die Umfrage wurde von den Mitgliedern des Arbeitskreises getestet und verbessert.

Auch die Umfrage wird derzeit ins Englische übersetzt, sodass auch Studierende, die kein Deutsch sprechen, an dem Projekt teilnehmen können. Sobald alles vorbereitet und fertig ist, soll die Umfrage digital verschickt werden.


Besichtigung Biogasanlage

Für die Besichtigung der Biogasanlage in Witten wurde nun ein konkreter Termin vereinbart. Am Mittwoch, den 13. Juni 2018 – vermutlich gegen 13 Uhr – werden wir mit einer Gruppe von maximal 15 Leuten gemeinsam nach Witten fahren und circa 1,5 Stunden die Anlage besichtigen. Wenn ihr Interesse habt mitzukommen, schreibt uns eine Mail an: bioabfall-nhf@rub.de.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, egal aus welchem Fachbereich, egal ob Student oder nicht.

UPDATE: Termin verschoben auf Juli 2018


Gespräch mit dem AKAFÖ

Im April fand nun ein Gespräch mit einer Vertreterin des AKAFÖ statt. Dabei konnten wir unser Projekt vorstellen und unsere gemeinsamen Interessen austauschen. Es war erfreulich zu hören, dass das AKAFÖ das Projekt Bioabfall positiv sieht und ebenfalls auf die Ergebnisse der Umfrage gespannt ist.


Nächste Termine:

Nächstes Treffen des AK: Di, 22. Mai
Nächstes NHF: Di, 05. Juni, 18 Uhr im UFO
Besichtigung der Biogasanlage der AHE in Witten: Mi, Juli 2018

Bei Fragen und Anregungen könnt ihr euch jederzeit per Mail an bioabfall-nhf@rub.de an uns wenden.


 

Das Beitagsbild zeigt das Titelblatt eines ersten Entwurfs der Infobroschüre, an die der AK Bio Abfall arbeitet, um Studenten in ausgewählten Bochumer Wohnheimen darüber zu informieren, worauf man bei der (Bio-)Mültrennung achten muss.

Stand April 2018 – AK BioAbfall

BioAbfall Zeitstrahl APRIL

Auch im Monat April machte der Arbeitskreis BioAbfall einige Fortschritte.


Infobroschüre

Im Rahmen der geplanten Umfrage bei Bochumer Studierenden, die in (ausgewählten) Bochumer Wohnheimen wohnen, wurde nach einigen internen Überlegungen entschieden, vorab eine Infobroschüre zu verteilen oder digital zu versenden. Mit dieser Infobroschüre sollen alle (Interessierten) die Möglichkeit erhalten, sich über grundlegende Bedingungen (Trennungsvorgaben, Hygiene, Kosten,…) zu informieren.

Die Mitglieder des Arbeitskreises haben dich über folgende Inhalte schlau gemacht:

  • Bioabfall – Was ist das überhaupt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Bioabfall zu entsorgen:
    Kompost, Biomülltonne, Restmüll
  • Vorteile und Nachteile der verschiedenen Varianten
    • Gegenüberstellung Biomüll vs. Restmüll
    • CO2- Bilanz
    • Finanzielle Rahmenbedingungen
  • Übersicht: Was gehört in die Biomülltonne?
  • Was passiert mit dem Müll aus der Biotonne in Bochum?

Ein erster Prototyp dieser Infobroschüre wurde nun zusammengebastelt. Dieser besteht aus 8 Seiten, die mit den oben aufgeführten Themen zur Mülltrennung gefüllt sind, plus 4 weiteren Seiten zum Heraustrennen, die Informationen enthalten, was in den Biomüll gehört und was nicht.


Umfrage

Die elektronische Umfrage für die Studierenden aus den (ausgewählten) Bochumer Wohnheimen hat der Arbeitskreis nun fertig gestellt. Als letzter Schritt vor der Durchführung, muss diese nun noch getestet werden um zu prüfen, ob während der Beantwortung der Fragen Verständnisprobleme auftreten. Dies sollen die restlichen Mitglieder des NHFs übernehmen.


Besichtigung Biogasanlage

AK-Mitglied Marvin kümmert sich nun um einen Termin für eine Besichtigung der Biogasanlage in Witten Bebbelsdorf, bei der der Bochumer Bioabfall landet. Bisher gab es leider keine Rückmeldung per Mail, Marvin arbeitet nun daran.


Gespräch mit dem AKFÖ

Demnächst findet ein Gespräch mit einer Vertreterin des AKAFÖ statt. Neben der Vorstellung des Arbeitskreises und den aktuellen Fortschritten wird geklärt, ob das AKAFÖ an einer Kooperation mit dem NHF interessiert wäre. Da das Thema einen direkten Bezug zu dem Unternehmen hat, würden sich die Projektteilnehmer über Unterstützung, bspw. bei der Versendung der Broschüre und der Umfrage, freuen.


Desweiteren wird zur Zeit ein Treffen mit den Wohnheimvertreterinnen und Wohnheimvertretern vorbereitet.

Bei Fragen und Anregungen könnt ihr euch jederzeit per Mail an bioabfall-nhf@rub.de an uns wenden.


 

Auf dem Beitragsbild ist eine Biogasanlage zu sehen. Dort wird Biomasse luftdicht und wärmeisoliert vergährt. Das dabei entstehende Biogas wird in der Regel einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeproduktion genutzt. Bei der Gestaltung von Biogasanlagen gibt es eine Vielzahl von technischen Ausführungen und Systemen, je nach gewünschter Funktionsweise. Der AK BioAbfall wird überprüfen, welchen energetischen Nutzen das Aufstellen von Bio Tonnen in studentischen Wohnheimen in Bochum hat. Das Bild wurde lizenzfrei und kostenlos durch pixabay.com zur Verfügung gestellt.