Stand Januar 2019 – AK Tiny House

Nun tagt der Arbeitskreis Tiny House schon seit einigen Monaten immer etwa alle zwei Wochen und seit November ist bereits einiges passiert. Wir haben uns überlegt, zu welchen Themen wir gerne Expert*innen einladen möchten und einen Tag mit Uhrzeit auserkoren, an dem unsere Vortragsreihe im Sommerstemester 2019 dann tatsächlich stattfinden soll. Wir haben uns für den Dienstag entschieden und zwar immer von 18 bis 20.30 Uhr, damit auch berufstätige Menschen an den Vorträgen teilnehmen können.
Über die Größe und Komplexität des Modells haben wir lange diskutiert und uns viele Gedanken gemacht. Unser aktueller Stand ist, dass wir in der Veranstaltungsreihe nicht die Kapazitäten haben, ein 1:1 Modell zu bauen. Auch wollen wir den Teilnehmenden nicht aufzwingen, zu viel Energie in das Erlernen von Modellbauskills für besonders komplexe Modelle zu stecken, denn das soll nicht Ziel der Veranstaltung sein. Dennoch wollen wir auch handwerkliche Fertigkeiten beim Bau eines Tiny House erlernen. Unsere momentane Lösung dafür ist, das aktive Bauen aus der Univeranstaltung auszugliedern und daraus einen etwa zwei- bis dreiwöchigen Workshop mit Eigenbeteiligung zu machen, an dem zusammen an einem Tiny House gebaut wird unter der Anleitung eines erfahreneren Bauleiters. Diesen Workshop würden wir beginnen zu konzipieren, wenn wir wissten, ob es genug Interessierte an einem solchen Format gibt.
Meldet euch gerne bei Interesse bei unserer Mailadresse:
tinyhouse-nhf@ruhr-uni-bochum.de.

Für die Veranstaltungsreihe wollen wir den Teilnehmenden freistellen, ein Modell zu bauen. Wir werden einige rudimentäre Skills dazu in einer oder zwei Veranstaltungen einbringen, damit die Studierenden das Modell dann relativ frei nach ihren Vorestellungen gestalten können. Optimalerweise soll es auch mit Bestandteil der Prüfungsleitung für diejenigen sein, die sich die Veranstaltung mit Credit Points anrechnen lassen wollen.

Weiterhin seid ihr herzlich eingeladen, uns bei unserem Vorhaben zu unterstützen. Kommt einfach vorbei, unser nächstes Treffen ist am 16.01. um 18.30 Uhr im UFO in der Nähe der Ruhr-Uni Bochum im Makerforum (direkt unter dem Raum 0/01).

Das Titelbild [link] wurde von Sarah Trummer erstellt und hinterlegt auf Pexels.
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Der skizzierte Ablaufplan des neuen AKs „Tiny Houses“
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Winterpause & Neuer Anlauf im Jahr 2019

Ein noch ereignisreiches Jahr 2018 ist rum und wir freuen uns erneut, auf viele lehrreiche Treffen mit vielen interessanten und interessierten Gästen und Teilnehmenden zurückblicken zu können.

Das Nachhaltigkeitsforum-Orga-Team begibt sich nun in eine kurze Winterpause & lässt das Jahr Revue passieren und bereitet noch ausstehende Informationen für Anfang 2019 auf.

Für alle, die schon an der Neujahrsplanung sitzen: Das nächste Treffen findet voraussichtlich im Februar 2019 statt. Bis dahin danken wir erneut allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die den bisherigen Kurs begleitet und mitgestaltet haben und wünschen bis zum nächsten Mal einen guten Jahreswechsel und einen guten Start in das neue Jahr!

Das Foto zeigt die Valkenburger Grotten zur Weihnachtszeit. In den Höhlen der holländischen Stadt Valkenburg findet jährlich der Walkenburger Weihnachtsmarkt statt. Das Foto wird über eine CC0 Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt von pixabay-User „schoemi„.

 

Nachhaltigkeitsforum „Rückblick, Ausblick & Insekten als Ressource“ am 4. Dezember 2018

Nach der Zusammenstellung der Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen steht in diesem Jahr nun noch ein letztes Nachhaltigkeitsforum statt am Dienstag, den 4. Dezember 2018 um 17 Uhr im Raum 01/07 des Universitätsforums Ost (UFO)!

Wir werden zunächst mit einem zusammenfassenden Rückblick zu den Aktivitäten im ereignisreichen Jahr 2018 beginnen. Darin inbegriffen sind selbstverständlich auch  die Ergebnisse aus den beiden Arbeitskreisen Urban Gardening und BioAbfall.

Daran anschließend werden wir auf die möglichen Themen und Perspektiven für das Nachhaltigkeitsforum eingehen. Dabei freuen wir uns auch über euren Input.

Im Anschluss wird es noch einen kurzen Impulsvortrag geben, der die verschiedenen Aspekte bei Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit Insekten vorstellt.

Auch dabei sind wir auf stets auf euren Input gespannt. Und wie immer gilt: Interessierte aus allen Fachbereichen sind herzlich willkommen!


Hier die vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. NHF – Allgemeines & Rückblick 2018
  3. Ausblick 2019 / Themensammlung, Treffen, Perspektiven
  4. Impulsvortrag „Insekten als Ressource, Ökosystemdienstleister & Lebewese“
  5. Sonstiges & anstehende Termine

Bei weiteren Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.

Das verwendete Bild zeigt Nudeln, die auf Grundlage von Insekten (Grillen) hergestellt werden und im freien Handel erworben werden können. Möglich ist diese Nutzungsform auf Grundlage der seit Anfang 2018 gültigen EU-Verordnung.

Schätzungen zufolge, sind weltweit rund 1900 Insektenarten essbar. Weitere Hintergrundinformationen finden sich in diesem verlinkten Bericht [link, PDF, 364kB] der Food and Agricultural Organization of the United Nations (FAO) [link].

Die ersten Treffen des neuen Arbeitskreises Tiny House

Das erste Treffen des AK Tiny House fand am 7. November 2018 mit acht Teilnehmern im UFO an der Ruhr-Uni Bochum im Makerforum statt. Es gab viele anregende Diskusionen und bereits erste neue Ideen wurden ausgestauscht.

Ziel dieses Arbeitskreises ist es im kommenden Sommersemester eine für Masterstudierende kreditierbare Veranstaltungsreihe zum Thema „Nachhaltiges Wohnen am Beispiel eines Tiny Houses“ durchzuführen. Es ist geplant, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben theoretischem Input durch Referentinnen und Referenten unterschiedlichster Fachrichtungen, auch das aktive Konzipieren eines Bauplans zu bieten und danach praktisch diesen Bauplan anhand eines Modells selbständig umzusetzen. Der Wunsch ist es, dieses Angebot durch Exkursionen zu spannenden Bauprojekten für nachhaltiges Wohnen in Deutschland zu ergänzen.

Das alles soll kommendes Sommersemester geschehen und bis dahin ist natürlich noch eine Menge zu tun. Deshalb freut sich der AK Tiny House weiterhin über neue Interessenten und motivierte Unterstützung.

Kommt gerne bei uns vorbei. Am kommenden Mittwoch den 14.11. haben wir unser zweites offizielles Orgatreffen für unser „Tiny House“-Projekt an der RUB. Wir wollen uns um 18.30 Uhr im UFO in der Nähe der Ruhr-Uni Bochum im Makerforum (direkt unter dem Raum 0/01) treffen. Das Makerform erreicht man, wenn man links außen am UFO vorbei geht. Interessierte können sich gerne unter tinyhouse-nhf@ruhr-uni-bochum.de per Mail melden.

Außerdem ist unter dem Reiter Arbeitskreise auf dieser Seite nun auch der AK Tiny House mit weiteren Informationen zu finden [link], der regelmäßig mit aktuellen Inhalten bespielt wird.


Das Beitragsbild zeigt ein Beispiel aus den USA (Portland) und wird von Steven Wailing über eine CC BY 2.0-Lizenz zur Verfügung gestellt. In den USA hat die Idee von Tiny Houses zuletzt nach der Wirtschaftskrise 2007/2008 Zulauf erhöhten Zuspruch erhalten, als die Obdachlosigkeit zunahm und kurzfristige Lösungen benötigt wurden [link].

 

Ergebnisse der Umfrage zum Coffee to go-Mehrwegbecher der Stadt Bochum

Nach der Ausgabe von Mehrwegbechern im Rahmen einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum gibt es nun die ersten Ergebnisse einer im Nachgang versendeten Umfrage.

Die Becher wurden ausgegeben im Mai 2018. Nach einer mehrmonatigen Nutzungsphase haben wir Ende August an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Online-Umfrage zu den Bechern versendet. Diese Umfrage beinhaltet(e) folgende Aspekte:

  • Allgemeine Angaben zur Person
  • Erfahrungswerte: bisherige Nutzung eines Thermobechers
  • Erfahrungswerte: „Bochum-Becher“:
  • Aussehen (Design/Layout, Persönliche Bedeutung, Gestaltungsmöglichkeiten)
  • Dichtheit, Wärmespeicherung & Reinigungsmöglichkeiten
  • Material (Haptik, Geschmack/Geruch) & Trinkkomfort
  • Größe & Transportfähigkeit
  • Erfahrungen beim Kaffeekauf (Akzeptanz durch Ausgabestellen)
  • Gesamtbewertung des Bechers

Zusammenfassend lässt sich folgendes festhalten:

Der Becher erfüllt seinen Zweck und wird weiterempfohlen. Mehrfach angesprochen  wird eine Nutzung der Gestaltungsmöglichkeiten bzw. es wird der Wunsch geäußert, dass ein an Bochum angelehntes Design angeboten wird. Insgesamt wird der Becher als gut bewertet und seine Nutzung weiterempfohlen.

Die Nutzung der Becher stellt sich bei den Ausgabestellen wie Cafés, Cafeterien & Co als unproblematisch heraus.

Die vollständigen Umfrageergebnisse werden kommentiert in Kürze an dieser Stelle hinterlegt.

Bei Rückfragen stehen wir gerne per Mail zur Verfügung.


Das Beitragsbild zeigt einen Ausschnitt aus den Ergebnissen der Onlineumfrage zu der Nutzungshäufigkeit und zur Nutzungsart des „Bochum-Bechers“.

 

Kurz Vorgestellt: Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Projektname: 

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Projektträger: 

Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen

Projektleitung:

Judith Kuhn

(Fach-)Bereich: 

Nachhaltige Entwicklung

Motivation: 

Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich stärker zu verankern

Eckdaten:

Laufzeit insgesamt 3 Jahre in 3 Modellquartieren (Bochum-Hamme, Castrop-Rauxel Merklinde und Herne Wanne-Süd). Wissenschaftliche Begleitung durch die Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW. Fördergeben: Deutsche Bundesstiftung Umwelt


Kurz zusammengefasst:

Ziel des Projekts ist es, bewohnerorientierte, partizipative Prozesse nachhaltiger Entwicklung in benachteiligten Stadtquartieren zu initiieren und umzusetzen. Dabei sollen Maßnahmen der Energiewende, Aktivitäten zum Umweltschutz und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts innovativ verknüpft werden mit dem Ziel, dass am Ende der Projektlaufzeit sich die Lebensbedingungen im Quartier verbessert haben, das soziale Miteinander gestärkt wurde und die Lebensstile teilweise eine umwelt- und gesundheitsbewusste Veränderung erfahren haben. Es entsteht eine Aufbruchsstimmung, die es zu nutzen gilt.

Durch die eingeleiteten Veränderungsprozesse und die gemeinsam erarbeitete Quartiersstrategie soll sich die angestoßene, nachhaltige Quartiersentwicklung verstetigen und weiterentwickeln. Sie dient zudem der Erschließung von Förderkulissen, welche die erforderlichen stadtplanerischen und städtebaulichen Impulse gemeinsam mit den dringend notwendigen sozial-integrativen Maßnahmen ermöglichen.


Sonstiges:

Für mehr Informationen können Sie die Website des Projekts besuchen. Dort findet ihr auch die Kontaktdaten der Beteiligten.

www.nachhaltigkeit-nimmt-quartier.de

https://www.facebook.com/Nachhaltigkeit-nimmt-Quartier-1627956334195887/notifications/

 


Das Beitragsbild zeigt die Fassade des deutschen Bergbau Museums in Bochum. Auf einer Fläche von 12.000 m² geben verschiedene Ausstellungen Auskunft über die Geschichte des Bergbaus von der vorgeschichtlichen bis zur heutigen Zeit. Das Ruhrgebiet ist bis heute geprägt von der „Zechen-Kultur“. Mit der Schließung der letzten Zeche (Prosper Haniel in Bottrop) im Jahr 2018 beginnt jedoch nicht erst jetzt ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturwandel. Im Hinblick auf den Klimawandel ist die Sensibilisierung in Sachen Umweltbewusstsein und Energiewende vorallem auf lokaler Ebene gefragt. Das Bild wurde kostenlos lizenzfrei durch pixabay.com zur Verfügung gestellt.

Nachbetrachtung zum Nachhaltigkeitsforum RUB „Ergebnisse der Arbeitskreise Bioabfall und Urban Gardening“ am 04.09.18

Zur Abschlusspräsentation der NHF-Arbeitskreise Urban Gardening und BioAbfall fanden sich zahlreiche Interessierte im Universitätsforum Ost (UFO) am 04.09.2018 ein.

Dabei wurde das jeweilige Erreichen der gesteckten Ziele dokumentiert und ein Einblick in die Arbeitsweise der Arbeitskreise gegeben. Ebenso wurde auch der neue Arbeitskreis „Tiny Houses“ vorgestellt und zum Mitmachen eingeladen.

Die Ankündigung zum nächsten Nachhaltigkeitsforum folgt in Kürze, aufgrund von einigen Umstrukturierungen und auslaufenden Mitteln im Projekt wird der künfitge Rhythmus diskutiert und neu angesetzt.

Der zusammengefasste Inhalt folgt unterm Strich.

Bei Fragen, Anmerkungen oder ähnlichen Anliegen, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

 


1. Begrüßung

2. Nachhaltigkeitsforum
Nach einer kurzen Begrüßung wurde der Abend mit einer knappen Kurzvorstellung des Formats „Nachhaltigkeitsforum“ eingeleitet. Dabei wurden Entstehung, behandelte Themen und initiierte Projekte vorgestellt. Viele Details lassen sich auch dem Jahresbericht 2017 entnehmen, dieser ist unter diesem Link herunterladbar. Ebenfalls wurde die Idee eines möglichen Nachhaltigkeitsbüros an der Universität vorgestellt.

3. Vorstellung der Ergebnisse
3.1. AK Urban Gardening
Ziele des Arbeitskreises waren das Dokumentieren von urbaner Gärtnerei im Ruhrgebiet, das Ausrichten eines Workshops, das Erstellen eines Leitfadens sowie die Durchführung einer Exkursion zu bereits existierenden Projekten. Mit stetig 5-15 Beteiligten über das Jahr, welche vom inSTUDIES Projekt tatkräftig unterstützt wurden, wurden die verschiedenen Ziele in kleineren Untergruppen in Angriff genommen.
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Zusätzlich wurde intensiv nach einer Fläche zum Gärtnern und Ausprobieren gesucht – Auf dem Campus der Universität war eine direkte Bearbeitung im ersten Schritt nicht möglich, da eine Stelle fehlte um diese mitzubetreuen. Eine Fläche wurde an der Wasserstraße gefunden, diese konnte dank einer aufgeschlossenen Besitzerin einer größeren Grünfläche „beackert“ werden. Das große Engagement dort hat (sehr) viele Früchte getragen (Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Knoblauch, Bohnen, Kürbisse, Grün- und Rotkohl, sowie Beete für Fledermäuse und Insekten) und wurde mit einer reichen Ernte belohnt. Außerdem wurde zu dieser Fläche eine Bodenprobe gezogen, welche eine gewisse Belastung mit Schwermetallen ausweist. Nähere Analysen und Details stehen aber noch aus.

Statt ursprünglich einer geplanten Exkursion gab es am Ende zwei große Exkursionen  – am 17.12.2017 im Bergmannshof und die Gärtenradtour am 2.6.2018 (für die Berichte, den jeweiligen Link anklicken). Die Vernetzung der Gärten im Ruhrgebiet ist sehr lebendig und führt zu regem Wissens- und Werkzeugtausch.

Am 18. August dieses Jahres fand dann erfolgreich der Workshop zum Bau von Palettenmöbeln, Vertikalbeeten und einer Kräuterschnecke statt, den Bericht dazu findet ihr hier, den Artikel dazu in der WAZ findet ihr hier.

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Arbeiten mit Holz beim Workshop

Der Leitfaden ist nun ebenfalls fertig, befindet sich allerdings noch im Lektorat und wird dann bald auf dem Blog hier veröffentlicht mit einem dazugehörigen Artikel. Inhaltlich geht es im Leitfaden um verschiedene Gartenformen, die dazu passenden verschiedenen Beet- und Bepflanzungsmöglichkeiten, wissenswertes über Kompostierung und ein wenig Bodenkunde. Des Weiteren gibt es Tipps und Lösungsvorschläge für Balkon und andere „Minigärten“. Abschließend findet sich noch eine Übersicht über Gemeinschaftsgärten in Bochum und Kontaktmöglichkeiten für Interessierte.

In der Diskussion kamen Fragen bezüglich der konkreten Bepflanzungssorten als auch Fragen zur Bodenprobe, Schwermetallen und den Konsequenzen daraus. Um die Schwermetallproblematik zu umgehen sollten eher Pflanzen mit Früchten (z.B. Zucchini) statt Knollenpflanzen gegessen werden. Mit expliziten Schwermetallreinigenden Pflanzen wurde sich zwar schonmal beschäftigt, da die Analyseergebnisse aber erst seit Kurzem vorliegen, gab es noch keine konkreten Maßnahmen zur Bodensanierung. Die Ernte an sich wird an Mitwirkende verteilt, welche im Laufe des Sommers im Garten gearbeitet haben, teilweise wurde aber auch Ernte bei Nachbarn vor die Tür gelegt oder in Foodsharing-Verteiler.

Fürs Erste ist der Arbeitskreis nun mit der Erfüllung der Ziele „abgeschlossen“, für Praxisinteressierte wird der Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße aber weiterhin eine Anlaufstelle bieten – jeden 2. und 4. Sonntag ab 14 Uhr werden Menschen im Garten der Wasserstraße 55, Bochum, vor Ort sein. Es existiert aber auch eine Kurznachrichtendienstgruppe zur Koordination. Bei Fragen jeglicher Art aber auch dem Wunsch des Mitmachens, wendet euch an urbangardening-nhf@rub.de

3.2 AK Bioabfall
Der Arbeitskreis Bioabfall hat sich alle 2-4 Wochen getroffen, nachdem er mit der Ausgangsfrage „Warum gibt es an den Wohnheimen in Bochum eigentlich keine Biomülltonne?“ begann und mit Unterstützung von inSTUDIES gut durchstarten konnte. Als Ziel wurde ausgegeben, dass die Potenziale von Biomülltonnen an Bochumer Wohnheimen ergründet werden sollen als auch Bildungsarbeit diesbezüglich durchgeführt werden sollte.

Zu Beginn stand eine umfangreiche Recherche zu Biomüll im generellen, der Verwertung von Bioabfällen sowie dem ökologischen Potenzial seiner Trennung und Verwertung. Nachdem die Teamfindung abgeschlossen war gab es bereits erste Gespräche mit dem „Umweltservice Bochum“ (USB) bezüglich der kommunalen Lage von Biotonnen. Schnell wurde klar, dass für die Umfrage zuvor ein Flyer entworfen werden soll, welcher den richtigen Umgang mit, sowie den Vor- und Nachteilen der Nutzung einer Biomülltonne darlegt.

In weiteren Arbeitsschritten wurde nun der Arbeitskreis in zwei Arbeitsbereiche aufgeteilt, Flyer und Umfrage. Daraufhin gab es dann nach den ersten Umfrageentwürfen auch Gespräche mit dem Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) zur weiteren Erörterung der Situation der Wohnheime.
Anschließend wurde ein Vortrag über die Biotonne von Philipp Heldt (Verbraucherzentrale) als weitere Wissensquelle herangezogen.
Weiterhin war die Kommunikation mit den verschiedenen beteiligten Akteur*innen von großer Bedeutung und so wurden dann auch Gespräche mit den Wohnheimräten geführt, welche in einer Kooperation bei der Durchführung der Umfrage mündete.
Die Umfrage wurde dann nach zahlreichen Zwischenentwürfen in die finale Version überführt und dazu auch auf englisch übersetzt um Teilhabe auch für internationale Studierende zu ermöglichen. Daraufhin entbrannte eine Diskussion über die Verbreitung der Umfrage und der Flyer. Diese wurde letztendlich aus ökologischen Bedenken mit einem Kompromiss (ein stark gekürzter Faltflyer mit Link auf die Umfrage & die längere Version des Flyers) gelöst. Dieser Kompromiss wurde durch die Verbreitung über die sozialen Medien in Zusammenarbeit mit den Wohnheimräten ergänzt.

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Der Flyer in seiner finalen Version

Letztlich haben im ersten Schritt knapp 100 Personen an der Umfrage teilgenommen. Bei den Befragten waren alle Wohnheime vertreten. Die Laerholzstr. 7-13b („Studidorf“) und Stiepler Str. 131, 131a, 131b („Grimberg“) nahmen in relevantem Anteil ihres Wohnheims teil: 12% und 9% der Bewohnenden nahmen an der Umfrage teil. Die Mehrheit kann sich vorstellen, die Tonne zu nutzen und glaubt auch, dass diese in ihrem Wohnheim auch genutzt werden würde. Generell schienen bei den Befragten die positiven Argumente zu überwiegen. Die bisherigen Ergebnisse (Stand September 2018) der Umfrage sind allerdings vorsichtig zu betrachten, vor dem Hintergrund der geringen Repräsentativität. Eine weitere Runde von Umfragen zu Beginn des Wintersemesters könnten eine größere Reichweite erzielen und somit belastbarere Ergebnisse liefern.

Die Ziele des Projektes wurden realisiert und auf der Vorarbeit zur Umfrage kann, wenn gewünscht, aufgebaut werden. Die Teilnehmenden des Arbeitskreises halten das „Studidorf“ für einen geeigneten Standort für ein Pilotprojekt, die Umsetzung dessen liegt aber schlussendlich beim AKAFÖ.

Ein weiterer Schluss der aus den Umfragen und der Beschäftigung mit dem Thema gezogen wurde ist, dass noch viel Aufklärungspotenzial bezüglich Mülltrennung in den Wohnheimen vorhanden ist.

In der anschließenden Diskussion wurden Anregungen für die Durchführung von derlei Umfragen gegeben und die Notwendigkeit vom „Erleben um zu Verstehen“ betont. Dies wurde – ohne je Ziel gewesen zu sein – erreicht durch eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Witten, welche für alle Beteiligten das (Problem-)Bewusstsein um die richtige Mülltrennung nochmal klar vor Augen geführt hat. Für Bilder und einen Bericht zu dieser Exkursion klickt ihr hier.

Derzeit finden weitere Gespräche mit dem AKAFÖ bezüglich der verschiedenen Potenziale und der Ergebnisse der Umfrage statt. Bei Neuigkeiten werden wir euch selbstverständlich auf diesem Blog unterrichten. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese natürlich weiter an bioabfall-nhf@rub.de richten.

4. Aussicht auf das neue Projekt „Tiny Houses“
„Was ist das eigentlich, so ein ‚Tiny House‘?“, fragt sich nun die Ein oder Andere geneigte Leser*in. Es handelt sich um eine alternative Wohnform zwischen 5 und 37m², welche meist einfach versetzbar ist und eine günstige Möglichkeit bietet schnell an ein Eigenheim zu gelangen. Warum ist das nun relevant für das Nachhaltigkeitsforum? Tiny Houses bieten ein mobiles Wohnkonzept (an den Lebensmittelschwerpunkt angepasst und dabei Ersparnis von Pendelei), welche auch als Statement gegen den anhalten Flächenfraß verstanden werden können (jedes Jahr verschwinden in Deutschland derzeit 66 Hektar Land unter Beton, das sind 164 Fußballfelder oder einmal das Stadtgebiet von Düsseldorf). Außerdem handelt es sich beim minimalistischen Wohnstil auch um ein Gegenmodell zum Gesellschafttrend mehr zu konsumieren als gebraucht wird. Dabei stellen sich die Fragen nach der Tauglichkeit als Modell für energieeffizientes Wohnen, des ökologischen Potenzials gegenüber traditioneller Wohnblöcke und die Recyclebarkeit von Baustoffen.

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Der skizzierte Ablaufplan des neuen AKs “ Tiny Houses“

Im neuen Arbeitskreis soll zuerst im kommenden Wintersemester eine Grundlagenrecherche stattfinden, auch um auf diese Fragen Antworten zu finden. Im nächsten Schritt wird dann im folgenden Sommersemester eine curriculäre Seminarreihe veranstaltet, welche begleitet von Exkursionen zum Abschluss eine praktische Erarbeitungsphase eines Modellbaus beinhalten soll.

Unterstützt wird das Projekt von inStudies sowie vom Lehrstuhl für REssourceneffizientes Bauen der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Ist euer Interesse geweckt worden oder wollt ihr sogar bei der Vorbereitung mithelfen? Dann schreibt Ulrike Emonds oder Marvin Nöller.


 

Solltet ihr noch weitere Fragen, Anmerkungen oder ähnliche Anliegen haben, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Präsentation zur Umfrage in Bochumer Wohnheimen zum Thema „Bereitschaftspotenzial von Biotonnen“. Die Auswertung wird zusammengefasst auf diesem Blog zu finden sein. Die Zwischenschritte lassen sich unter der Rubrik „Arbeitskreis Bioabfall“ nachlesen,

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ – Mark Twain