Aufzeichnung „Ökobilanzierung von Massivholzhäusern“ – vom 20.07.2021

Was ist nachhaltiger: ein Haus aus Beton oder Holz? Warum ist das so? Und wie können wir das nachweisen?

Zu diesen und weiteren Fragen hat uns Ulrike Emonds im Vortrag im Rahmen ihrer Masterarbeit Antworten geliefert. Mit der Ökobilanzierung hat sie interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern ein Werkzeug zur Bewertung der Umweltauswirkungen von Produkten, in diesem Fall von einem Vollholzhaus, vorgestellt. Dabei wird versucht, jeden Prozessschritt in der Herstellung , dem Verbrauch und der Entsorgung eines Produktes, zu rekonstruieren und in der Berechnung zu berücksichtigen.

In dem Vortrag wurde zunächst eine Übersicht über die Erstellung von Ökobilanzen, speziell im Bausektor und den relativen Einfluss von Holz als Hauptbaustoff für eine Ökobilanz, gegeben. Anschließend wurde die Aufstellung einer Ökobilanz an einem Beispielhaus mit Unterstützenden Bildern des Bauherrn dargestellt.

Der Bauherr hat ebenfalls am Vortrag teilgenommen und so konnte er gemeinsam mit Ulrike Emonds die Fragen des Publikums umfassend beantworten, beispielsweise Fragen zur Lebensdauer des Hauses oder zum Vergleich von Holzhäusern und mineralstoffbasierten Gebäuden. Insgesamt war es ein sehr schöner Einblick in die Welt der Ökobilanzierung und den damit zusammenhängenden Hintergründen beim Bau eines Gebäudes.

Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft habt oder dies nochmal auf euch einwirken lassen möchtet, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung des Vortrags zur Verfügung stellen.

Bei weiteren Fragen zum Treffen, zum Thema oder was euch sonst auf dem Herzen brennt, könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.

Auf dem Beitragsbild ist ein Vollholzwandmodul der Firma H.R.W. Oberbayern für den Bau von Massivholzhäusern dargestellt.

Vortrag „Ökobilanzierung von Massivholzhäusern“ – am 20.07.2021

———– Der urspünglich für den Februar angesetzte Vortrag muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen und wird nun am 20.07.2021 nachgeholt.——————-

Einwahldaten für den Vortrag:
https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/62335925801?pwd=NFBjdFp1VElKUElmaGFFQWJKYkt5UT09

Meeting-ID: 623 3592 5801

Passwort: 285613

Was ist nachhaltiger: ein Haus aus Beton oder Holz? Warum ist das so? Und wie können wir das nachweisen?

Ökobilanzen sind ein neues, wirksames Werkzeug, um unerschiedliche Produkte in unserem Alltag mithilfe von Berechnungen im Bezug auf ihre Umweltauswirkungen vergleichen zu können. Dabei wird versucht, jeden Prozessschritt in der Herstellung , dem Verbrauch und der Entsorgung eines Produktes, zu rekonstruieren und in der Berechnung zu berücksichtigen.

Der Vergleich von Wohngebäuden stellt eine besondere Herausforderung für die Erstellung von Ökobilanzen dar, da hier besonders viele Prozessschritte in der Herstellung bedacht werden müssen und die abgeschätzten Nutzungszeiträume sehr groß sind. Trotzdem gibt es veschiedene Möglichkeiten und Kriterien, eine Ökobilanz für ein Wohnhaus zu erstellen.

Besonders interessant ist dabei die Aufstellung einer Ökobilanz für ein Haus, welches beinahe vollständig aus Holz besteht – sogenannte Massivholzhäuser – da der Baustoff Holz in gespeicherter Form einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. So kann viel Kohlenstoff der Luft entzogen und gespeichert um ihn nicht in Form von CO2 in die Atmosphäre entweichen zu lassen.

In dem Vortrag wird es zunächst eine Übersicht über die Erstellung von Ökobilanzen, speziell im Bausektor und den relativen Einfluss von Holz als Hauptbaustoff für eine Ökobilanz, geben. Anschließend wird die Aufstellung einer Ökobilanz an einem Beispielhaus mit Unterstützenden Bildern des Bauherrn dargestellt.

Bei weiteren Fragen zum Treffen, zum Thema oder was euch sonst auf dem Herzen brennt, könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.

Wir freuen uns auf euch!

Auf dem Beitragsbild ist ein Vollholzwandmodul der Firma H.R.W. Oberbayern für den Bau von Massivholzhäusern dargestellt.

Energiewende selber machen? – Nachklang zur Vortragsreihe im November 2020

Im November letzten Jahres fand im Rahmen des Nachhaltigkeitsforums eine Vortragsreihe zum Thema Bürgerenergiebewegungen statt.

Der erste Vortragsabend wurde mit einem Vortrag von Emily Drewing gefüllt mit dem Titel „Energiewende selber machen? Bürgerenergiegenossenschaften – ein Überblick“ . Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Mitglied der Arbeitsgruppe „Gesellschaft und Nachhaltigkeit im Wandel“, die am Geograpischen Institut der Ruhr-Uni Bochum und der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Universität Siegen verortet ist. Dort forscht sie unter anderem zu dem Thema „Potenziale und Grenzen genossenschaftlich organisierter Wärmenetze“ und vermittelte einen guten ersten Überblick über das Thema Bürgerenergiegesellschaften. Nach einer ersten Begriffsklärung wurden beschleunigende und bremsende Faktoren für sich bildende Bürgernergiegesellschaften in Deutschland vorgestellt. Es wurden die unterschiedlichen Konzepte einer Bürgerenergiegesellschaft erläutert und die verschiedenen Tätigkeitsfelder, in denen Bürgerenergiegesellschaften agieren können. Weiterhin wurde der Anteil der von Bürgerenergiegesellschaften erzeugten Energie in den Gesamtanteil der erzeugten Energie in Deutschland eingeordnet. Im letzten Teil des Vortrags gab Emily Drewing einen Einblick in das Thema ihrer Doktorarbeit, in der unter anderem die Homogenität des sozialen Standes der Mitglieder von Bürgerenergiegesellschaften untersucht wurde.

Die Aufzeichnung des Vortrags findet ihr hier:

Der zweite Vortragsabend mit dem Titel “ Energiewende selber machen?!- Perspektiven aus der Praxis der Bürgerenergie“ teilte sich in zwei Vorträge auf. Der erste Vortrag mit einem Schwerpunkt auf die Möglichkeiten in NRW wurde von Romy Simke, Mitarbeiterin der Energieagentur.NRW im Bereich Erneuerbare Energien, gehalten. In ihrem Vortrag ging sie vor allem auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bildung einer Bürgerenergiegesellschaft ein und stellte die verschiedenen Gesellschaftsformen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen in Verbindung mit dem nötigen Gründungs- und Verwaltungsaufwand. Weiterhin zeigte sie einige Beispiele, in denen Bürgerenergiegesellschaften in NRW über ganz unterschiedliche Themenfelder nachhaltige Energieprojekte umsetzen konnten. Abschließend wurden die Chancen und Hürden für die Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft zusammengefasst.

Die Vortragsreihe schloss Peter Modrei, Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft BEG-58, mit einer Vorstellung dieser Genossenschaft. Den Vortrag begann er mit einem Kurzabriss über die momentane Dringlichkeit der Energiewende, wegen der sich die Genossenschaft 2011 gegründet hatte. Weiterhin stellte Peter Modrei einen Überblick über den strukturellen Aufbau, die Größe der Genossenschaft und weitere interessante Informationen im Bezug auf die Reichweite und dem Größenumpfang der Genossenschaft vor. Geschlossen wurde der Vortrag mit Beispielen, wie die Genossenschaft mit den gesunkenen Einspeisevergütungen der letzten Jahre umgeht.

Die Aufzeichnung zum Vortrag ist unter diesem Link zu finden: https://youtu.be/RVg2gJ2Idc8

Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge wurden Fragen an die Vortragenden gestellt und es entstanden spannende weitere Diskussionen zu den Themen. Wir bedanken uns im Nachhinein noch einmal ganz herzlich für jeden einzelnen Beitrag und den dadurch sehr umfassenden Einblick in dieses Themenfeld.

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Das Bild zeigt die Baustelle des Bürgerwindparks Wewelsburg bei Bad Wünnenberg im Jahr 2011. Der Windpark besteht aus elf baugleichen Anlagen vom Typ E-82 E2 des deutschen Herstellers Enercon mit einer Nennleistung von jeweils 2,3 MW. Die Nabenhöhe liegt bei 138 m, der Rotordurchmesser bei 82 m. Die BürgerWIND Westfalen eG ist an einer der Betreibergesellschaften ( Wewelsburger Windenergie GmbH & Co. KG ) als Kommandatistin beteiligt.
Bezogen auf die 4 Anlagen der Beteiligungsgesellschaft werden, laut Windgutachten, 19.772 MWh im Jahr produziert – dies entspricht dem Stromverbrauch von über 9400 Haushalten (in Mehrfamilienhäusern). Der Gesamtwindpark insgesamt erzeugt laut des Windgutachtens 54.373 MWh (entspricht über 25800 Haushalten in Mehrfamilienhäusern). Die realen Erträge liegen, laut Betreiber, bisher über der Prognose.
Mehr Informationen über den Windpark Wewelsburg (zB. Anwohnerschutz, Versicherungen, Poolverträge, Genossenschaftserträge, ..) sind auf der Seite des Betreibers zu finden.

Das Bild wurde von der Energieagentur.NRW unter einer CC-BY-2.0 Lizenz veröffentlicht.

Public Climate School 17.-21. Mai 2021

Nächste Woche ist es wieder Zeit für nachhaltige Bildung von den Graswurzeln – die Public Climate School geht in die vierte Runde, diesmal als Teil der BNE-Wochen der UNESCO-Komission.

„Public Climate School? Was soll das sein?“

„Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in Schule, Uni und Gesellschaft. Eine Woche lang präsentieren Students for Future Gruppen aus ganz Deutschland ein breites Programm und zeigen auf, wie sie sich die Bildung der Zukunft vorstellen.“

Das Ganze findet von 8:15 bis ca. 22:00 Uhr per Livestream (hier klicken!) statt. Morgens gibt es die ganze Woche Schulprogramm und nachmittags dann einen sehr bunten Reigen an Inhalten. Neben Veranstaltungen wie Do’s & Dont’s der Klimakommunikation (Mittwoch 14:30-15:30) und einer Keynote/Podiumsdiskussion (mit Harald Lesch, Luisa Neubauer, Tonny Nowshin und Felix Erkhard; Donnerstag 18:30-19:55) erwarten euch auch Perspektiven wie zum Beispiel Wie Deutschland das 1,5°C Ziel einhalten kann oder die globale Perspektive mit Maßnahmen bis 2040 um die Emissionen auf Null zu bekommen (Freitag 17:30-18:25).

Um 5 vor 8 gibt es dann Klima vor Acht (eine Alternative zur Börse vor 8 im Hauptprogramm) und anschließend das Klimajournal.

Ganz besonders möchten wir aufmerksam machen auf die Veranstaltung des jungen Schauspielhauses mit ihrem Theaterstück „Ein Schluck Erde“ – im Anschluss erwartet euch ein Bühnengespräch mit Dramaturgie, Schauspieler*innen, Herbert Grönemeyer und Sebastian 23. (Montag, 20:15)

Wer das genauer und aktueller nachlesen möchte, kann auf der Programmseite der PCS tun oder im folgenden auf dieser Übersichtsgrafik.

Wer nicht genug bekommt kann unserer Bochumer Students for Future Gruppe – die tatkräftig die PCS auf dieser Ebene mit ermöglicht – auf Twitter oder auf Instagram folgen.

Im Bild ist das Programm der Public Climate School 4.0 dargestellt.

Aufzeichnung „Ideen zur nachhaltigen Umgestaltung des MB Gebäudes“ vom 13. April 2021

Am 13. April hat uns Henning Sproßmann Teil-Ergebnisse seiner Bachelorarbeit präsentiert und Ideen vorgestellt, wie ein Univeresitätsgeäude, am Beispiel des MB-Gebäudes der RUB, nachhaltig umgestaltet werden könnte.

Mit knapp über 30 Teilnehmenden war der Vortrag gut besucht und die Zuschauer*innen hatten die Möglichkeit eine Einführung in den Nachhaltigkeitsbegriff zu bekommen und einige Maßnahmen zur nachhaltigen Umgestaltung von Bürogebäuden kennenzulernen. Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft habt oder ihr euch Hennings Beitrag nochmal in Ruhe anschauen wollt, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung zur Verfügung stellen.

Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Teilnehmenden und auch bei Henning Sproßmann für diese gelungene Veranstaltung. Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik könnt ihr uns wie gewohnt erreichen [link].

Aufzeichnung „Ästhetik der Energiewende“ vom 16. März 2021

Im März waren der Spaziergangswissenschaftler Bertram Weisshaar (mit einer Reise zu den Spuren der Energievergangenheit) und die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn (mit Lichtinszenierungen für eine veränderte Wahrnehmung von Windparks) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Gesellschaft und Nachhaltigkeit im Wandel“ im Nachhaltigkeitsforum zu Gast.

Mehr als 30 Teilnehmende lauschten dabei den frischen Perspektiven auf eine alternative Ästhetik der Energiewende. Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft hat oder dies nochmal auf euch einwirken lassen möchtet, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung der beiden Vorträge zur Verfügung stellen.

Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Teilnehmenden und Präsentierenden für diese gelungene Veranstaltung. Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik könnt ihr uns wie gewohnt erreichen [link].


Das Beitragsbild zeigt ein Werk der Kultur Designerin Gisela meyer-hahn©VG Bildkunst Bonn 2021

Campus Gardening 2021 – Online-Infoveranstaltung am Dienstag, den 27. April um 18 Uhr

Nach zwei erfolgreichen Saisons kann das Projekt Campus Gardening in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge angeboten werden. Somit haben Studierende und Beschäftigte der RUB erneut die Möglichkeit ihren Lern- und Arbeitsort aktiv mitzugestalten. Gerade in Zeiten von Distanz-Lehre und Homeoffice bieten wir damit eine abwechslungsreiche Tätigkeit, bei der man dem Campus wieder ein Stückchen näherkommen kann.

2019 wurde erstmals ein Beet neben der Uni-Bibliothek umgestaltet und sorgt seitdem für einen bunten Hingucker auf dem Campus. Im letzten Jahr konnten dann noch zwei weitere Beete ergänzt werden: Ein Konzeptbeet im asiatischen Stil neben der Uni-Verwaltung und Nützlings-Wiesen mit auch für Menschen verzehrbaren Blüten hinter dem HZO.

Konzeptbeet neber der Uni-Verwaltung

In diesem Jahr liegt unser Fokus auf der Vergrößerung der Biodiversität des Campus, beispielsweise durch die Ausweitung von Blühwiesen und tierfreundlichen Habitaten. Die letztendlichen Projekt-Inhalte richten sich jedoch nach der Anzahl und den Ideen der Teilnehmenden, sodass sich der Schwerpunkt über das Jahr hinweg verändern kann.

Blühwiese hinter dem HZO

Alle Interessierten, die sich planerisch und/oder gärtnerisch einbringen wollen, sind daher herzlich eingeladen am diesjährigen digitalen Auftakttreffen teilzunehmen!

Dieses findet am Dienstag, den 27.04.2021, um 18:00 Uhr statt. Dabei werden das Projekt sowie das derzeitig geplante Vorgehen für dieses Jahr vorgestellt.

Wir bitten um Anmeldung per Mail an urbangardening-nhf@rub.de unter Angabe des Betreffs „Campus Gardening 2021“, des Namens und optional des Studiengangs. Die Zugangsdaten zum Meeting werden kurz vorher per Mail zur Verfügung gestellt.

Das Projekt erfolgt in Absprache mit dem Botanischen Garten und wird unterstützt durch das Nachhaltigkeitsbüro und das Nachhaltigkeitsforum der Ruhr-Universität Bochum. Das Vorgehen wird der aktuellen Situation bezüglich der Corona-Pandemie angepasst und nach dem Leitfaden des Botanischen Gartens zum Gärtnern in der Pandemie-Zeit ausgerichtet. Außerdem kann auf die Expertise der Beschäftigten des Botanischen Gartens zurückgegriffen werden, die das Projekt beratend begleiten. Vorerfahrung ist also nicht zwingend notwendig!

Das Titelbild zeigt die vom Campus Gardening im Jahr 2020 angelegte Blühwiese hinter dem Hörsaalzentrum Ost

Vortrag „Ideen zur nachhaltigen Umgestaltung des Gebäudes MB der RUB“ am 13. April 2021

Das Nachhaltigkeitsforum (NHF) lädt euch herzlich zur Veranstaltung Ideen zur nachhaltigen Umgestaltung des Gebäudes MB der RUB am Dienstag, den 13. April 2021 um 18:00 Uhr per Videokonferenz ein.

Zugangsdaten: https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/61764463908?pwd=a3IzM091OG5UTlNXdk1SUmxmNEtmUT09 ID: 61764463908 PW: 971561

Seit einigen Jahren häufen sich Probleme im Zusammenhang mit ökologischen Gesichtspunkten. Dabei geht es längst über die globale Erderwärmung hinaus und Themen wie Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung gewinnen an Bedeutung. Einer der größten Wirtschaftssektoren, welcher zu diesen Problematiken beiträgt, ist der Bausektor. Jedoch gibt es immer mehr Möglichkeiten Nachhaltigkeit im Bausektor durch bestimmte Zertifikate voranzutreiben. Hierbei werden die ökologischen, ökonomischen, technischen, soziokulturellen und funktionalen, sowie die Prozess- und Standort-Qualitäten eines Gebäudes bewertet, um eine gesamtheitliche Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Zwar lassen sich diese Maßnahmen hierzu am leichtesten bei einem Neubau umsetzen, viele dieser Maßnahmen sind jedoch auch auf Renovierungs- und Sanierungsarbeiten anwendbar und leisten vor allem durch die Weiternutzung des Gebäudes und die Vermeidung neuer Baustoffe einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des negativen Einflusses auf die Umwelt. Ein mögliches theoretisches Anwendungsbeispiel ist dabei das Gebäude MB der Ruhr-Uni Bochum. 

Daher wird im Vortrag am 13.04.2021 um 18 Uhr zum Thema „Ideen zur nachhaltigen Umgestaltung des MB Gebäudes der RUB“ vorgestellt, was -im Rahmen einer Bachelorarbeit ermittelt – im Bereich des Grünen Bauens potentiell angewandt werden kann, um besonders die ökologische Komponente im Gebäudebau zu verbessern. 


Das Beitragsbild zeigt das Gebäude MB der Ruhr-Uni im aktuellen Zustand (eigene Aufnahme)

Vortrag „Ästhetik der Energiewende“ 16. März 2021

Das Nachhaltigkeitsforum (NHF) lädt euch herzlich zur Veranstaltung Ästhetik der Energiewende am Dienstag, den 16. März 2021 um 18:00 Uhr per Videokonferenz ein.

Zugangsdaten: https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/8108417302?pwd=VXdYaWFqT203RGxhME1tWFQ2M2tFUT09
ID:  810 841 7302  PW: 14131211

Gegner*innen der Energiewende führen vielfältige Argumente ins Feld, darunter einige, die sich auf ästhetisch-landschaftliche Beeinträchtigungen beziehen: der Bau von Windkraftanlagen kommt demnach einer „Verspargelung“ der Landschaft gleich, Bioökonomie führt zu einer „Vermaisung“ der Umwelt – und selbst Photovoltaik-Anlagen empfinden Manche als optische Beeinträchtigung.

Ehemalige Braunkohlereviere, Klimaprotestaktionen oder gar Windkraftanlagen können aber auch ganz anders wahrgenommen werden. Die Veranstaltungsreihe, die im Rahmen des Projekts „EnerTrend“ durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Innovation Digitalisierung und Energie gefördert wird, nähert sich den physischen Manifestationen der Energiewende aus ungewohnter Perspektive und fragt: Wie schön kann Energiewende eigentlich sein?

Der erste Vortrag der Reihe fand am 02.12.2020 statt, der zweite Termin wird im Zuge einer Zusammenarbeit des Nachhaltigkeitsforums mit der Arbeitsgruppe „Gesellschaft und Nachhaltigkeit im Wandel“ (Geographisches Institut, RUB) realisiert. Für den 16.03.2021 konnten gleich zwei Referent*innen gewonnen werden, die in ihren Vorträgen unterschiedliche Blickwinkel auf die Ästhetik der Energiewende eröffnen.

Den Auftakt macht der Spaziergangswissenschaftler Bertram Weisshaar mit einer (fußläufigen) Reise zu den Spuren der (Energie)Vergangenheit. Mit der „Akademie Landpartie“ umwanderte er im Herbst 2019 den Tagebau Hambach entlang der Fragen: Gibt es „Kohle ohne Ende?“ Kann eine geschädigte Umwelt eine schöne Landschaft darstellen? Was kann die Wahrnehmung der Landschaft zur Gestaltung der Energiewende beitragen?

Bertram Weisshaar, Akademie LandPartie

Im zweiten Vortrag lässt die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn vielerorten umstrittene Windenergie-Anlagen in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Sie fragt sich: Können Licht und Farbe etwas an der negativen Wahrnehmung von Windkraftanlagen und Windparks ändern? Wie werden sie wahrgenommen, wenn sie Fläche einer Lichtinstallation werden und welche Rolle spielen dabei Tageslicht und Dunkelheit?

meyer-hahn©VG Bildkunst Bonn 2021

Ist euer Interesse geweckt? Dann schickt uns eine Mail mit dem Betreff „Wat is dat schön!“ an info-nhf@rub.de – dort erhaltet ihr von uns dann rechtzeitig die Zugangsdaten zu der Veranstaltung. Ansonsten tauchen diese auch am Montag zuvor auf dieser Seite auf.

Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Und wie immer – bei Fragen, Anregungen oder Sonstigem, meldet euch gern [LINK] bei uns!


Das TitelBild zeigt einen Zusammenschnitt der Werke von Bertram Weishaar und Gisela Meyer-Hahn. Die Rechte liegen bei meyer-hahn©VG Bildkunst Bonn 2021 sowie Bertram Weisshaar, Akademie LandPartie

Vorstellung: Blue-Engineering AG

Was ist das überhaupt, Blue Engineering?

Das ist ein interdisziplinäres Modul, welche Studierenden aus dem technischen Umfeld eine (inter-)aktive Auseinandersetzung mit ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung ermöglicht. Studierende können sich dort ihrer eigenen Werte bewusst werden und diese mit Anderen reflektieren. Darüber hinaus will dieses Format auch über die Hochschulen vernetzen. Dieses Modul gibt es nämlich seit 2011 an der TU Berlin und ist mittlerweile an 9 weiteren Hochschulen in Deutschland zu finden. Mehr Informationen finden sich hier (LINK).

Hierzu gestaltet Blue Engineering Lehr-/Lernprozesse, die die Aktivitäten im wesentlichen auf die Teilnehmenden verlagern, so dass diese die Verantwortung für ein gutes Gelingen eines Seminars/Workshops übernehmen. Zugleich bestimmen sie so dessen zukünftige Entwicklung mit. Insgesamt ergänzen die Teilnehmenden ihr Fachwissen durch Orientierungswissen und Gestaltungskompetenzen, die ihnen helfen ihre Rolle in Bezug auf Technik und Gesellschaft zu kennen und mit anderen gemeinsam auszugestalten.

Und was haben wir an der RUB, was hat das Nachhaltigkeitsforum damit zu tun?

Eine Gruppe von Menschen hat sich gefunden, um die Idee und das Format von Blue Engineering an die RUB zu tragen. Dabei entwickeln wir derzeit beispielhafte Seminarverläufe, entwickeln also ein grobes Modulhandbuch und versuchen dabei einen Testlauf im kommenden Wintersemester an der RUB zu starten. Die langfristige Perspektive und der Wunsch der AG ist es, dieses Modul curricular an der RUB zu verankern.

Dabei befinden wir uns im Austausch mit Einzelpersonen der Hochschule Bochum und der TU Dortmund um Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig auf dem Weg zu unterstützen.

Und jetzt?

Wenn du mitmachen möchtest, diese Intiative unterstützen willst oder schlicht dein Interesse an so einem Seminar bekunden möchtest, schicke uns gerne eine Mail mit deiner jeweiligen Intention an info-nhf [ät] rub.de. Dann können wir dich zum nächsten AG Treffen einladen und dich auf dem Laufenden halten.

Ansonsten findet ihr, wie gewohnt, Updates dazu hier, auf unserem Blog.

Ihr hört von uns 😉


Auf dem Bild ist das Symbol des Blue-Engineering Netzwerks abgebildet.

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ – Mark Twain