Aufzeichnung „Neben uns die Sintflut? Kipppunkte? #Klimawahl!?“ vom 14.9.2021

Nehmen Extremwetter zu – und was begünstigt diese? Beginnen Kipppunkte im Erdsystem zu wackeln? Was heißt das? Und was kann das mit der kommenden Bundestagswahl am 26. September zu tun haben?

Diesen und weiteren Fragen haben wir uns beim Vortrag am 14.9.2021 versucht empirisch belegbar zu nähern. Falls ihr die Veranstaltung verpasst habt, diese erneut sehen möchtet oder Sie gerne teilen wollt – klickt einfach auf diesen Link: https://youtu.be/8RGyqJkV_t4

Falls ihr nochmal einen Überblick über die Positionen der zur Wahl stehenden Parteien erhalten möchtet um diese mit euren eigenen abzugleichen empfehlen wir drei Angebote.

Zunächst den „Wahl-O-Mat“ zur Bundestagswahl 2021 von der Bundeszentrale für politische Bildung. (Auf der Seite findet ihr auch zu anstehenden Landtagswahlen meist einen Monat vor dem Wahltermin ein zugeschnittenes Angebot).

Dann gibt es den Science-O-Mat, erstellt von Scientists for Future, welcher explizit nur Aussagen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit der Parteien gegenüberstellt.

Zuletzt gibt es den „Wal-o-Mat“ bzw. „DeinWal“, welcher sich darin unterscheidet, dass hier das konkrete Abstimmungsverhalten der Parteien im Bundestag (2017-2021) zu bestimmten Fragen verglichen wird. Ihr könnt also über tatsächliche Anträge aus der Zeit abstimmen und dann vergleichen, wie die jeweiligen vertretenen Parteien abgestimmt haben.

Doch, wie auch im Vortrag erwähnt, hat keine Partei einen 1,5°C kompatiblen Plan. Und Wahlversprechen halten oft nur bis zum Wahltag, deshalb liegt es an jede:r von uns, notwendige Maßnahmen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzufordern. Die Wege dazu sind vielfältig. Einer davon ist sicherlich die Teilnahme am globalen Klimastreik am kommenden Freitag, 24.9. In Bochum findet dieser mit einem vielfältigen Bühnenprogramm von 12 bis 21 Uhr auf dem Europaplatz (vor dem Bergbaumuseum) statt – selbst die Hochschulleitung der RUB fordert dazu auf.

Wir sehen und hören uns bald wieder – vielleicht online, vielleicht präsenz, vielleicht auf der Straße.

Bei weiteren Fragen zum Treffen, zum Thema oder was euch sonst auf dem Herzen brennt, könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.


Ein Mensch macht ein Foto vom „Palisades Fire“ in Topanga Nationalpark, nahe Los Angeles, USA. Fotograph: Patrick T Fallon/AFP/Getty Images

Mehr als nur Suchen

Alternative Suchmaschinen für mehr Nachhaltigkeit und Datenschutz im Alltag

In der heutigen von Digitalisierung geprägten Welt kommt niemand an ihr vorbei: Die Suchmaschine. Ob auf der Arbeit, Zuhause oder unterwegs – Suchmaschinen sind Im Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch auf welche fällt die persönliche Wahl?

Es gibt viele verschiedene Suchmaschinen, mit denen über die Suche hinaus unterschiedliche Werte vertreten und Ziele unterstützt werden können. So besteht beispielsweise die Möglichkeit durch Suchanfragen bei Ecosia Bäume zu pflanzen oder mit der Suche bei PANDA SEARCH andere nachhaltige Projekte zu unterstützen. Auch im Datenschutz unterscheiden sich Suchmaschinen. Neben Ecosia und PANDA SEARCH bietet vor allem DuckDuckGo eine hohe Datensicherheit, da keinerlei persönliche Informationen gesammelt oder geteilt werden. MetaGer verwendet ebenfalls keine personenbezogenen Daten und gewährleistet darüber hinaus, als eine Metasuchmaschine, eine Vielfalt an Suchergebnissen.

Anhand der wenigen genannten Punkte wird bereits deutlich – einen Blick auf verschiedene Suchmaschinen zu werfen lohnt sich. Die wichtigsten Informationen zu den oben genannten Suchmaschinen und eine Anleitung wie diese sich als Standardsuchmaschinen einstellen lassen findet ihr im Anhang.


Bildquelle: https://pixabay.com/de/illustrations/stimme-suche-sich-unterhalten-5267979/

Vortrag „Neben uns die Sintflut? Kipppunkte? #Klimawahl?“ – am 14. September 2021

Der erste Regen seit Beginn der Wetteraufzeichnung auf Gröndlands höchstem Gipfel. Hochwasserkatastrophen in West- und Mitteleuropa, sowie in China. Ein Tornado wütet durch Tschechien. Flammenmeere überziehen die Westküste der USA und den Mittelmeerraum. Und das ist nur ein Ausschnitt.

[Zugangsdaten https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/65701100682?pwd=cWR4MHUySE5YWFFGbXY5UUY1aGc1QT09
Meeting-ID: 657 0110 0682
Passwort: 185159 ]

Extremwetter nehmen zu. Kipppunkte im Erdsystem beginnen zu wackeln. Und was kann das mit der kommenden Bundestagswahl am 26. September zu tun haben?

Wir laden euch deshalb zum kommenden Vortrag des Nachhaltigkeitsforums, am Dienstag den 14. September 2021 ab 18 Uhr, ein. Dort wollen wir eine Perspektive auf den klimatischen Status Quo unseres Erdsystems werfen. Wir werden, neben den Ursachen von Extremwettereignissen, zudem das Konzept der Kipppunkte erläutern und beispielhaft die Risiken darlegen. Abschließen wollen wir mit einem Blick auf mögliche Handlungsperspektiven, welche nicht mit einer #Klimawahl enden müssen.

So düster die physikalische Realität durch den neuen Bericht des Weltklimarates (IPCC) auch erscheint – die gute Nachricht lautet dennoch: Wenn wir nun rasch, stark und anhaltend handeln, können wir den Klimawandel noch begrenzen! („Es gelte, jedes zehntel Grad weiterer Erwärmung zu vermeiden, denn das reduziere die Gefahr von Extremereignissen und das Erreichen von Kipppunkten mit unkontrollierbaren Folgen für Klima und Ökosysteme“, betont Veronika Eyring vom DLR in Oberpfaffenhofen.)

Ihr wollt also mit uns einen Blick auf Zukünfte wagen? Euer Interesse an Erdsystemen ist geweckt? Euch interessiert, was Ende September dazu im Angebot steht? Dann kommt zu unserem Online-Vortrag am 14. September um 18 Uhr.

Bei Fragen, Anmerkungen und Sonstigem erreicht ihr uns wie gewohnt.


Das Bild zeigt die Feuerwehr im Einsatz in Erfstadt. Fotograf ist Thilo Schmülgen/Reuters, gefunden bei The Guardian

Campus Gardening 2021: Das hat sich in diesem Jahr getan

Nach den erfolgreichen Umgestaltungen verschiedener Campus-Beete im Laufe der letzten zwei Jahre, wurde auch in diesem Jahr – stets unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Maßnahmen – mit der Bearbeitung von weiteren Beetflächen fortgefahren. Trotz den durch die Pandemie und die Wetterlage teils erschwerten Bedingungen, konnte der Campus so von kleinen Gruppen aus Studierenden und Beschäftigten der RUB wieder ein weiteres Stückchen grüner gemacht werden!

Eine Übersichtskarte zu den bestehenden Beeten (Quelle: Campus Gardening Bericht 2020)

Arbeiten an den bestehenden Beeten

Gestartet wurde mit der Pflege und Instandsetzung der bereits bestehenden Beete. Über den Winter hatte sich dort einiges an Beikräutern und auch die Bepflanzung selbst breit gemacht. Außerdem sind einige Pflanzen dem Frost und Fraßfeinden erlegen, weshalb diese ersetzt wurden.

Konkret wurden im Struktur-Beet an der Univerwaltung, welches im vergangenen Jahr im asiatischen Stil angelegt wurde, Zitronenmelisse, Salbei und Teepflanzen ergänzt sowie die sich ausbreitende Minze versetzt. Damit ist nun eine noch größere Fülle an Gewürzpflanzen zur allgemeinen Nutzung verfügbar.

Fülle an Gewürzpflanzen: Hier darf sich gerne bedient werden!

Im 2019 angelegten Pilotbeet links neben der UB wurde die am vorderen Beetrand entlanglaufende Rosmarin-Hecke durch neue Pflanzen aufgefüllt. Außerdem wurden im hinteren Teil des Beetes Sonnenblumen eingesetzt, die nun auch einen von der I-Reihe aus sichtbaren farbigen Hingucker bieten. Als weitere gelbe Akzente im ansonsten von Thymian, Lavendel, Dost und Waldstorchschnabel geprägten lilafarbenen Gesamtbild wurden vereinzelt hohe Echinacea ergänzt.

Im Hinblick auf die für Insekten sehr wichtige Verfügbarkeit von Blühpflanzen bis in den Herbst hinein, wurden außerdem von einer Teilnehmerin gespendete Kissenastern eingesetzt. Um den tierischen Bewohnern des Campus auch im zeitigen Frühjahr bereits Nektar und Pollen anbieten zu können, soll im Laufe des Oktobers noch Zierlauch ergänzt werden.

Außerdem wurde die Fläche links des Pilotbeetes ansehnlicher gestaltet. Dazu wurde unterhalb des Wacholders das vertrocknete Pflanzenmaterial entfernt. Die dabei zusammengetragenen Äste und Wurzeln wurden direkt recycelt und bilden nun eine perfekt ins Gesamtbild passende Beeteinrahmung – aus natürlichen Materialien und zero waste! Im nächsten Jahr soll an dieser Stelle ein Essblumenbeet eingesät werden.

Zero Waste: Unsere recycelte Beetumrandung

Erweiterung der Blühwiese

Im Fokus stand in diesem Jahr dann hauptsächlich die Erweiterung der bereits im vergangenen Jahr angelegten Blühwiese an der südlichen Seite des HZO. Die bestehende Fläche konnte dabei in etwa um das Dreifache erweitert werden und füllt nun beinahe die gesamte rechte Hälfte des Beetes aus.

Hierfür musste, wie auch im letzten Jahr, zunächst die bestehende Bepflanzung aus Felsenbirnen sowie bodendeckendem Efeu und Gräsern entfernt werden. Auch in diesem Jahr wurden die Trockenheitsschäden der bisherigen Strauch-Bepflanzung dabei wieder sehr deutlich – diese hatte bereits Mitte Juni ihr gesamtes Laub verloren, obwohl das Frühjahr sehr feucht war.

Dahingegen ist die Blühwiese des letzten Jahres prächtig gedeiht und für diesen sonnigen und trockenen Standort bestens geeignet. Da es sich um eine Fettwiese mit hohem Nährstoffangebot handelt, hatten sich über die Wintersaison vor allem schnell wachsende Gräser durchsetzen können. Um der noch vorhandenen, farbenfrohen Bepflanzung mehr Raum zu bieten, wurden die Gräser größtenteils entfernt. Gleichzeitig kann durch die kontinuierliche Entfernung der dominanten Arten sukzessive eine Abmagerung der Fläche erreicht werden, wodurch auch die natürliche Artenvielfalt langfristig gefördert wird.

Wilde Natur: Die Blühwiese des letzten Jahres

Nachdem die neuen Flächen bestmöglich auch von Wurzeln befreit wurden, konnte mit der Aussaat von Blüwiesen-Arten wie Ringelblumen, Phazelia, Kleesorten, Kornblumen, und Buchweizen begonnen werden. Außerdem wurden vom Botanischen Garten bereitgestellte Sonnenblumen sowie weitere typische Wiesen-Pflanzen wie Margerite, Schafgarbe, Skabiose, Glockenblume und Witwenblume ergänzt.

Schritt für Schritt: Schon bald wird die Wiese in voller Blüte stehen!

Im kommenden Jahr soll mit der Ausweitung der Fläche zur linken Seite fortgefahren werden, sodass sukzessive die gesamte Fläche zu einem insektenfreundlichen Blühmagnet umgewandelt wird.

Bau von Nisthilfen

Natürlich ist es nicht nur wichtig Insekten Nahrung zu bieten, sondern auch Rückzugsmöglichkeiten. Aus diesem Grund wurden in diesem Jahr zusätzlich zur Bepflanzung auch Nisthilfen aufgestellt. Im Pilotbeet befinden sich nun vier mit Heu gefüllte Tontöpfe, die auf einen Holzstab aufgehängt Ohrwürmern und anderen Kriechtieren ein Zuhause bieten.

Nach der Sommerpause wird im Herbst mit dem Aufstellen von weiteren Nisthilfen und Tränken auf der Fläche der Blühwiese fortgefahren. Auch hierfür sollen Tontöpfe verwendet werden, die mit Röhren aus hohlem Pflanzenmaterial, wie Schilf und Forsythien, gefüllt werden. Zur Fixierung an den noch aufzustellenden Pfählen und zum Einseitigen Verschließen der Röhren wird Mörtel genutzt. Im nächsten Jahr sollen die Pfähle außerdem von Kapuzinerkresse umrankt werden.

Pilotbeet mit Ohrwurmhotels aus heugefüllten Tontöpfen

Wenn euch das nun Lust gemacht habt mitzuwirken – sei es nach der Sommerpause oder im nächsten Jahr – dann schreibt uns gerne eine Mail an urbangardening-nhf [ät] rub.de. Egal ob du bisher nur Kakteen vertrocknen lassen hast oder bereits über zwei grüne Hände verfügst – bei uns ist JedeR willkommen! Wir freuen uns stets über motivierte Unterstützung. Bis Bald!

Das verwendete Beitragsbild zeigt den im Pilotbeet gepflanzten Sonnenhut mit Blick auf das Audimax.

Aufzeichnung „Ökobilanzierung von Massivholzhäusern“ – vom 20.07.2021

Was ist nachhaltiger: ein Haus aus Beton oder Holz? Warum ist das so? Und wie können wir das nachweisen?

Zu diesen und weiteren Fragen hat uns Ulrike Emonds im Vortrag im Rahmen ihrer Masterarbeit Antworten geliefert. Mit der Ökobilanzierung hat sie interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern ein Werkzeug zur Bewertung der Umweltauswirkungen von Produkten, in diesem Fall von einem Vollholzhaus, vorgestellt. Dabei wird versucht, jeden Prozessschritt in der Herstellung , dem Verbrauch und der Entsorgung eines Produktes, zu rekonstruieren und in der Berechnung zu berücksichtigen.

In dem Vortrag wurde zunächst eine Übersicht über die Erstellung von Ökobilanzen, speziell im Bausektor und den relativen Einfluss von Holz als Hauptbaustoff für eine Ökobilanz, gegeben. Anschließend wurde die Aufstellung einer Ökobilanz an einem Beispielhaus mit Unterstützenden Bildern des Bauherrn dargestellt.

Der Bauherr hat ebenfalls am Vortrag teilgenommen und so konnte er gemeinsam mit Ulrike Emonds die Fragen des Publikums umfassend beantworten, beispielsweise Fragen zur Lebensdauer des Hauses oder zum Vergleich von Holzhäusern und mineralstoffbasierten Gebäuden. Insgesamt war es ein sehr schöner Einblick in die Welt der Ökobilanzierung und den damit zusammenhängenden Hintergründen beim Bau eines Gebäudes.

Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft habt oder dies nochmal auf euch einwirken lassen möchtet, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung des Vortrags zur Verfügung stellen.

Bei weiteren Fragen zum Treffen, zum Thema oder was euch sonst auf dem Herzen brennt, könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.

Auf dem Beitragsbild ist ein Vollholzwandmodul der Firma H.R.W. Oberbayern für den Bau von Massivholzhäusern dargestellt.

Vortrag „Ökobilanzierung von Massivholzhäusern“ – am 20.07.2021

———– Der urspünglich für den Februar angesetzte Vortrag muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen und wird nun am 20.07.2021 nachgeholt.——————-

Einwahldaten für den Vortrag:
https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/62335925801?pwd=NFBjdFp1VElKUElmaGFFQWJKYkt5UT09

Meeting-ID: 623 3592 5801

Passwort: 285613

Was ist nachhaltiger: ein Haus aus Beton oder Holz? Warum ist das so? Und wie können wir das nachweisen?

Ökobilanzen sind ein neues, wirksames Werkzeug, um unerschiedliche Produkte in unserem Alltag mithilfe von Berechnungen im Bezug auf ihre Umweltauswirkungen vergleichen zu können. Dabei wird versucht, jeden Prozessschritt in der Herstellung , dem Verbrauch und der Entsorgung eines Produktes, zu rekonstruieren und in der Berechnung zu berücksichtigen.

Der Vergleich von Wohngebäuden stellt eine besondere Herausforderung für die Erstellung von Ökobilanzen dar, da hier besonders viele Prozessschritte in der Herstellung bedacht werden müssen und die abgeschätzten Nutzungszeiträume sehr groß sind. Trotzdem gibt es veschiedene Möglichkeiten und Kriterien, eine Ökobilanz für ein Wohnhaus zu erstellen.

Besonders interessant ist dabei die Aufstellung einer Ökobilanz für ein Haus, welches beinahe vollständig aus Holz besteht – sogenannte Massivholzhäuser – da der Baustoff Holz in gespeicherter Form einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. So kann viel Kohlenstoff der Luft entzogen und gespeichert um ihn nicht in Form von CO2 in die Atmosphäre entweichen zu lassen.

In dem Vortrag wird es zunächst eine Übersicht über die Erstellung von Ökobilanzen, speziell im Bausektor und den relativen Einfluss von Holz als Hauptbaustoff für eine Ökobilanz, geben. Anschließend wird die Aufstellung einer Ökobilanz an einem Beispielhaus mit Unterstützenden Bildern des Bauherrn dargestellt.

Bei weiteren Fragen zum Treffen, zum Thema oder was euch sonst auf dem Herzen brennt, könnt ihr uns wie gewohnt [link] erreichen.

Wir freuen uns auf euch!

Auf dem Beitragsbild ist ein Vollholzwandmodul der Firma H.R.W. Oberbayern für den Bau von Massivholzhäusern dargestellt.

Energiewende selber machen? – Nachklang zur Vortragsreihe im November 2020

Im November letzten Jahres fand im Rahmen des Nachhaltigkeitsforums eine Vortragsreihe zum Thema Bürgerenergiebewegungen statt.

Der erste Vortragsabend wurde mit einem Vortrag von Emily Drewing gefüllt mit dem Titel „Energiewende selber machen? Bürgerenergiegenossenschaften – ein Überblick“ . Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Mitglied der Arbeitsgruppe „Gesellschaft und Nachhaltigkeit im Wandel“, die am Geograpischen Institut der Ruhr-Uni Bochum und der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Universität Siegen verortet ist. Dort forscht sie unter anderem zu dem Thema „Potenziale und Grenzen genossenschaftlich organisierter Wärmenetze“ und vermittelte einen guten ersten Überblick über das Thema Bürgerenergiegesellschaften. Nach einer ersten Begriffsklärung wurden beschleunigende und bremsende Faktoren für sich bildende Bürgernergiegesellschaften in Deutschland vorgestellt. Es wurden die unterschiedlichen Konzepte einer Bürgerenergiegesellschaft erläutert und die verschiedenen Tätigkeitsfelder, in denen Bürgerenergiegesellschaften agieren können. Weiterhin wurde der Anteil der von Bürgerenergiegesellschaften erzeugten Energie in den Gesamtanteil der erzeugten Energie in Deutschland eingeordnet. Im letzten Teil des Vortrags gab Emily Drewing einen Einblick in das Thema ihrer Doktorarbeit, in der unter anderem die Homogenität des sozialen Standes der Mitglieder von Bürgerenergiegesellschaften untersucht wurde.

Die Aufzeichnung des Vortrags findet ihr hier:

Der zweite Vortragsabend mit dem Titel “ Energiewende selber machen?!- Perspektiven aus der Praxis der Bürgerenergie“ teilte sich in zwei Vorträge auf. Der erste Vortrag mit einem Schwerpunkt auf die Möglichkeiten in NRW wurde von Romy Simke, Mitarbeiterin der Energieagentur.NRW im Bereich Erneuerbare Energien, gehalten. In ihrem Vortrag ging sie vor allem auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bildung einer Bürgerenergiegesellschaft ein und stellte die verschiedenen Gesellschaftsformen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen in Verbindung mit dem nötigen Gründungs- und Verwaltungsaufwand. Weiterhin zeigte sie einige Beispiele, in denen Bürgerenergiegesellschaften in NRW über ganz unterschiedliche Themenfelder nachhaltige Energieprojekte umsetzen konnten. Abschließend wurden die Chancen und Hürden für die Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft zusammengefasst.

Die Vortragsreihe schloss Peter Modrei, Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft BEG-58, mit einer Vorstellung dieser Genossenschaft. Den Vortrag begann er mit einem Kurzabriss über die momentane Dringlichkeit der Energiewende, wegen der sich die Genossenschaft 2011 gegründet hatte. Weiterhin stellte Peter Modrei einen Überblick über den strukturellen Aufbau, die Größe der Genossenschaft und weitere interessante Informationen im Bezug auf die Reichweite und dem Größenumpfang der Genossenschaft vor. Geschlossen wurde der Vortrag mit Beispielen, wie die Genossenschaft mit den gesunkenen Einspeisevergütungen der letzten Jahre umgeht.

Die Aufzeichnung zum Vortrag ist unter diesem Link zu finden: https://youtu.be/RVg2gJ2Idc8

Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge wurden Fragen an die Vortragenden gestellt und es entstanden spannende weitere Diskussionen zu den Themen. Wir bedanken uns im Nachhinein noch einmal ganz herzlich für jeden einzelnen Beitrag und den dadurch sehr umfassenden Einblick in dieses Themenfeld.

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Das Bild zeigt die Baustelle des Bürgerwindparks Wewelsburg bei Bad Wünnenberg im Jahr 2011. Der Windpark besteht aus elf baugleichen Anlagen vom Typ E-82 E2 des deutschen Herstellers Enercon mit einer Nennleistung von jeweils 2,3 MW. Die Nabenhöhe liegt bei 138 m, der Rotordurchmesser bei 82 m. Die BürgerWIND Westfalen eG ist an einer der Betreibergesellschaften ( Wewelsburger Windenergie GmbH & Co. KG ) als Kommandatistin beteiligt.
Bezogen auf die 4 Anlagen der Beteiligungsgesellschaft werden, laut Windgutachten, 19.772 MWh im Jahr produziert – dies entspricht dem Stromverbrauch von über 9400 Haushalten (in Mehrfamilienhäusern). Der Gesamtwindpark insgesamt erzeugt laut des Windgutachtens 54.373 MWh (entspricht über 25800 Haushalten in Mehrfamilienhäusern). Die realen Erträge liegen, laut Betreiber, bisher über der Prognose.
Mehr Informationen über den Windpark Wewelsburg (zB. Anwohnerschutz, Versicherungen, Poolverträge, Genossenschaftserträge, ..) sind auf der Seite des Betreibers zu finden.

Das Bild wurde von der Energieagentur.NRW unter einer CC-BY-2.0 Lizenz veröffentlicht.

Public Climate School 17.-21. Mai 2021

Nächste Woche ist es wieder Zeit für nachhaltige Bildung von den Graswurzeln – die Public Climate School geht in die vierte Runde, diesmal als Teil der BNE-Wochen der UNESCO-Komission.

„Public Climate School? Was soll das sein?“

„Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in Schule, Uni und Gesellschaft. Eine Woche lang präsentieren Students for Future Gruppen aus ganz Deutschland ein breites Programm und zeigen auf, wie sie sich die Bildung der Zukunft vorstellen.“

Das Ganze findet von 8:15 bis ca. 22:00 Uhr per Livestream (hier klicken!) statt. Morgens gibt es die ganze Woche Schulprogramm und nachmittags dann einen sehr bunten Reigen an Inhalten. Neben Veranstaltungen wie Do’s & Dont’s der Klimakommunikation (Mittwoch 14:30-15:30) und einer Keynote/Podiumsdiskussion (mit Harald Lesch, Luisa Neubauer, Tonny Nowshin und Felix Erkhard; Donnerstag 18:30-19:55) erwarten euch auch Perspektiven wie zum Beispiel Wie Deutschland das 1,5°C Ziel einhalten kann oder die globale Perspektive mit Maßnahmen bis 2040 um die Emissionen auf Null zu bekommen (Freitag 17:30-18:25).

Um 5 vor 8 gibt es dann Klima vor Acht (eine Alternative zur Börse vor 8 im Hauptprogramm) und anschließend das Klimajournal.

Ganz besonders möchten wir aufmerksam machen auf die Veranstaltung des jungen Schauspielhauses mit ihrem Theaterstück „Ein Schluck Erde“ – im Anschluss erwartet euch ein Bühnengespräch mit Dramaturgie, Schauspieler*innen, Herbert Grönemeyer und Sebastian 23. (Montag, 20:15)

Wer das genauer und aktueller nachlesen möchte, kann auf der Programmseite der PCS tun oder im folgenden auf dieser Übersichtsgrafik.

Wer nicht genug bekommt kann unserer Bochumer Students for Future Gruppe – die tatkräftig die PCS auf dieser Ebene mit ermöglicht – auf Twitter oder auf Instagram folgen.

Im Bild ist das Programm der Public Climate School 4.0 dargestellt.

Aufzeichnung „Ideen zur nachhaltigen Umgestaltung des MB Gebäudes“ vom 13. April 2021

Am 13. April hat uns Henning Sproßmann Teil-Ergebnisse seiner Bachelorarbeit präsentiert und Ideen vorgestellt, wie ein Univeresitätsgeäude, am Beispiel des MB-Gebäudes der RUB, nachhaltig umgestaltet werden könnte.

Mit knapp über 30 Teilnehmenden war der Vortrag gut besucht und die Zuschauer*innen hatten die Möglichkeit eine Einführung in den Nachhaltigkeitsbegriff zu bekommen und einige Maßnahmen zur nachhaltigen Umgestaltung von Bürogebäuden kennenzulernen. Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft habt oder ihr euch Hennings Beitrag nochmal in Ruhe anschauen wollt, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung zur Verfügung stellen.

Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Teilnehmenden und auch bei Henning Sproßmann für diese gelungene Veranstaltung. Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik könnt ihr uns wie gewohnt erreichen [link].

Aufzeichnung „Ästhetik der Energiewende“ vom 16. März 2021

Im März waren der Spaziergangswissenschaftler Bertram Weisshaar (mit einer Reise zu den Spuren der Energievergangenheit) und die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn (mit Lichtinszenierungen für eine veränderte Wahrnehmung von Windparks) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Gesellschaft und Nachhaltigkeit im Wandel“ im Nachhaltigkeitsforum zu Gast.

Mehr als 30 Teilnehmende lauschten dabei den frischen Perspektiven auf eine alternative Ästhetik der Energiewende. Falls ihr es nicht zum Vortrag geschafft hat oder dies nochmal auf euch einwirken lassen möchtet, dürfen wir euch unter diesem Link die Aufzeichnung der beiden Vorträge zur Verfügung stellen.

Wir bedanken uns nochmal herzlich bei allen Teilnehmenden und Präsentierenden für diese gelungene Veranstaltung. Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik könnt ihr uns wie gewohnt erreichen [link].


Das Beitragsbild zeigt ein Werk der Kultur Designerin Gisela meyer-hahn©VG Bildkunst Bonn 2021

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ – Mark Twain