Kurz Vorgestellt: Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Projektname: 

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Projektträger: 

Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen

Projektleitung:

Judith Kuhn

(Fach-)Bereich: 

Nachhaltige Entwicklung

Motivation: 

Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich stärker zu verankern

Eckdaten:

Laufzeit insgesamt 3 Jahre in 3 Modellquartieren (Bochum-Hamme, Castrop-Rauxel Merklinde und Herne Wanne-Süd). Wissenschaftliche Begleitung durch die Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW. Fördergeben: Deutsche Bundesstiftung Umwelt


Kurz zusammengefasst:

Ziel des Projekts ist es, bewohnerorientierte, partizipative Prozesse nachhaltiger Entwicklung in benachteiligten Stadtquartieren zu initiieren und umzusetzen. Dabei sollen Maßnahmen der Energiewende, Aktivitäten zum Umweltschutz und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts innovativ verknüpft werden mit dem Ziel, dass am Ende der Projektlaufzeit sich die Lebensbedingungen im Quartier verbessert haben, das soziale Miteinander gestärkt wurde und die Lebensstile teilweise eine umwelt- und gesundheitsbewusste Veränderung erfahren haben. Es entsteht eine Aufbruchsstimmung, die es zu nutzen gilt.

Durch die eingeleiteten Veränderungsprozesse und die gemeinsam erarbeitete Quartiersstrategie soll sich die angestoßene, nachhaltige Quartiersentwicklung verstetigen und weiterentwickeln. Sie dient zudem der Erschließung von Förderkulissen, welche die erforderlichen stadtplanerischen und städtebaulichen Impulse gemeinsam mit den dringend notwendigen sozial-integrativen Maßnahmen ermöglichen.


Sonstiges:

Für mehr Informationen können Sie die Website des Projekts besuchen. Dort findet ihr auch die Kontaktdaten der Beteiligten.

www.nachhaltigkeit-nimmt-quartier.de

https://www.facebook.com/Nachhaltigkeit-nimmt-Quartier-1627956334195887/notifications/

 


Das Beitragsbild zeigt die Fassade des deutschen Bergbau Museums in Bochum. Auf einer Fläche von 12.000 m² geben verschiedene Ausstellungen Auskunft über die Geschichte des Bergbaus von der vorgeschichtlichen bis zur heutigen Zeit. Das Ruhrgebiet ist bis heute geprägt von der „Zechen-Kultur“. Mit der Schließung der letzten Zeche (Prosper Haniel in Bottrop) im Jahr 2018 beginnt jedoch nicht erst jetzt ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturwandel. Im Hinblick auf den Klimawandel ist die Sensibilisierung in Sachen Umweltbewusstsein und Energiewende vorallem auf lokaler Ebene gefragt. Das Bild wurde kostenlos lizenzfrei durch pixabay.com zur Verfügung gestellt.

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Nachbetrachtung zum Nachhaltigkeitsforum RUB „Ergebnisse der Arbeitskreise Bioabfall und Urban Gardening“ am 04.09.18

Zur Abschlusspräsentation der NHF-Arbeitskreise Urban Gardening und BioAbfall fanden sich zahlreiche Interessierte im Universitätsforum Ost (UFO) am 04.09.2018 ein.

Dabei wurde das jeweilige Erreichen der gesteckten Ziele dokumentiert und ein Einblick in die Arbeitsweise der Arbeitskreise gegeben. Ebenso wurde auch der neue Arbeitskreis „Tiny Houses“ vorgestellt und zum Mitmachen eingeladen.

Die Ankündigung zum nächsten Nachhaltigkeitsforum folgt in Kürze, aufgrund von einigen Umstrukturierungen und auslaufenden Mitteln im Projekt wird der künfitge Rhythmus diskutiert und neu angesetzt.

Der zusammengefasste Inhalt folgt unterm Strich.

Bei Fragen, Anmerkungen oder ähnlichen Anliegen, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

 


1. Begrüßung

2. Nachhaltigkeitsforum
Nach einer kurzen Begrüßung wurde der Abend mit einer knappen Kurzvorstellung des Formats „Nachhaltigkeitsforum“ eingeleitet. Dabei wurden Entstehung, behandelte Themen und initiierte Projekte vorgestellt. Viele Details lassen sich auch dem Jahresbericht 2017 entnehmen, dieser ist unter diesem Link herunterladbar. Ebenfalls wurde die Idee eines möglichen Nachhaltigkeitsbüros an der Universität vorgestellt.

3. Vorstellung der Ergebnisse
3.1. AK Urban Gardening
Ziele des Arbeitskreises waren das Dokumentieren von urbaner Gärtnerei im Ruhrgebiet, das Ausrichten eines Workshops, das Erstellen eines Leitfadens sowie die Durchführung einer Exkursion zu bereits existierenden Projekten. Mit stetig 5-15 Beteiligten über das Jahr, welche vom inSTUDIES Projekt tatkräftig unterstützt wurden, wurden die verschiedenen Ziele in kleineren Untergruppen in Angriff genommen.
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Zusätzlich wurde intensiv nach einer Fläche zum Gärtnern und Ausprobieren gesucht – Auf dem Campus der Universität war eine direkte Bearbeitung im ersten Schritt nicht möglich, da eine Stelle fehlte um diese mitzubetreuen. Eine Fläche wurde an der Wasserstraße gefunden, diese konnte dank einer aufgeschlossenen Besitzerin einer größeren Grünfläche „beackert“ werden. Das große Engagement dort hat (sehr) viele Früchte getragen (Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Knoblauch, Bohnen, Kürbisse, Grün- und Rotkohl, sowie Beete für Fledermäuse und Insekten) und wurde mit einer reichen Ernte belohnt. Außerdem wurde zu dieser Fläche eine Bodenprobe gezogen, welche eine gewisse Belastung mit Schwermetallen ausweist. Nähere Analysen und Details stehen aber noch aus.

Statt ursprünglich einer geplanten Exkursion gab es am Ende zwei große Exkursionen  – am 17.12.2017 im Bergmannshof und die Gärtenradtour am 2.6.2018 (für die Berichte, den jeweiligen Link anklicken). Die Vernetzung der Gärten im Ruhrgebiet ist sehr lebendig und führt zu regem Wissens- und Werkzeugtausch.

Am 18. August dieses Jahres fand dann erfolgreich der Workshop zum Bau von Palettenmöbeln, Vertikalbeeten und einer Kräuterschnecke statt, den Bericht dazu findet ihr hier, den Artikel dazu in der WAZ findet ihr hier.

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Arbeiten mit Holz beim Workshop

Der Leitfaden ist nun ebenfalls fertig, befindet sich allerdings noch im Lektorat und wird dann bald auf dem Blog hier veröffentlicht mit einem dazugehörigen Artikel. Inhaltlich geht es im Leitfaden um verschiedene Gartenformen, die dazu passenden verschiedenen Beet- und Bepflanzungsmöglichkeiten, wissenswertes über Kompostierung und ein wenig Bodenkunde. Des Weiteren gibt es Tipps und Lösungsvorschläge für Balkon und andere „Minigärten“. Abschließend findet sich noch eine Übersicht über Gemeinschaftsgärten in Bochum und Kontaktmöglichkeiten für Interessierte.

In der Diskussion kamen Fragen bezüglich der konkreten Bepflanzungssorten als auch Fragen zur Bodenprobe, Schwermetallen und den Konsequenzen daraus. Um die Schwermetallproblematik zu umgehen sollten eher Pflanzen mit Früchten (z.B. Zucchini) statt Knollenpflanzen gegessen werden. Mit expliziten Schwermetallreinigenden Pflanzen wurde sich zwar schonmal beschäftigt, da die Analyseergebnisse aber erst seit Kurzem vorliegen, gab es noch keine konkreten Maßnahmen zur Bodensanierung. Die Ernte an sich wird an Mitwirkende verteilt, welche im Laufe des Sommers im Garten gearbeitet haben, teilweise wurde aber auch Ernte bei Nachbarn vor die Tür gelegt oder in Foodsharing-Verteiler.

Fürs Erste ist der Arbeitskreis nun mit der Erfüllung der Ziele „abgeschlossen“, für Praxisinteressierte wird der Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße aber weiterhin eine Anlaufstelle bieten – jeden 2. und 4. Sonntag ab 14 Uhr werden Menschen im Garten der Wasserstraße 55, Bochum, vor Ort sein. Es existiert aber auch eine Kurznachrichtendienstgruppe zur Koordination. Bei Fragen jeglicher Art aber auch dem Wunsch des Mitmachens, wendet euch an urbangardening-nhf@rub.de

3.2 AK Bioabfall
Der Arbeitskreis Bioabfall hat sich alle 2-4 Wochen getroffen, nachdem er mit der Ausgangsfrage „Warum gibt es an den Wohnheimen in Bochum eigentlich keine Biomülltonne?“ begann und mit Unterstützung von inSTUDIES gut durchstarten konnte. Als Ziel wurde ausgegeben, dass die Potenziale von Biomülltonnen an Bochumer Wohnheimen ergründet werden sollen als auch Bildungsarbeit diesbezüglich durchgeführt werden sollte.

Zu Beginn stand eine umfangreiche Recherche zu Biomüll im generellen, der Verwertung von Bioabfällen sowie dem ökologischen Potenzial seiner Trennung und Verwertung. Nachdem die Teamfindung abgeschlossen war gab es bereits erste Gespräche mit dem „Umweltservice Bochum“ (USB) bezüglich der kommunalen Lage von Biotonnen. Schnell wurde klar, dass für die Umfrage zuvor ein Flyer entworfen werden soll, welcher den richtigen Umgang mit, sowie den Vor- und Nachteilen der Nutzung einer Biomülltonne darlegt.

In weiteren Arbeitsschritten wurde nun der Arbeitskreis in zwei Arbeitsbereiche aufgeteilt, Flyer und Umfrage. Daraufhin gab es dann nach den ersten Umfrageentwürfen auch Gespräche mit dem Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) zur weiteren Erörterung der Situation der Wohnheime.
Anschließend wurde ein Vortrag über die Biotonne von Philipp Heldt (Verbraucherzentrale) als weitere Wissensquelle herangezogen.
Weiterhin war die Kommunikation mit den verschiedenen beteiligten Akteur*innen von großer Bedeutung und so wurden dann auch Gespräche mit den Wohnheimräten geführt, welche in einer Kooperation bei der Durchführung der Umfrage mündete.
Die Umfrage wurde dann nach zahlreichen Zwischenentwürfen in die finale Version überführt und dazu auch auf englisch übersetzt um Teilhabe auch für internationale Studierende zu ermöglichen. Daraufhin entbrannte eine Diskussion über die Verbreitung der Umfrage und der Flyer. Diese wurde letztendlich aus ökologischen Bedenken mit einem Kompromiss (ein stark gekürzter Faltflyer mit Link auf die Umfrage & die längere Version des Flyers) gelöst. Dieser Kompromiss wurde durch die Verbreitung über die sozialen Medien in Zusammenarbeit mit den Wohnheimräten ergänzt.

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Der Flyer in seiner finalen Version

Letztlich haben im ersten Schritt knapp 100 Personen an der Umfrage teilgenommen. Bei den Befragten waren alle Wohnheime vertreten. Die Laerholzstr. 7-13b („Studidorf“) und Stiepler Str. 131, 131a, 131b („Grimberg“) nahmen in relevantem Anteil ihres Wohnheims teil: 12% und 9% der Bewohnenden nahmen an der Umfrage teil. Die Mehrheit kann sich vorstellen, die Tonne zu nutzen und glaubt auch, dass diese in ihrem Wohnheim auch genutzt werden würde. Generell schienen bei den Befragten die positiven Argumente zu überwiegen. Die bisherigen Ergebnisse (Stand September 2018) der Umfrage sind allerdings vorsichtig zu betrachten, vor dem Hintergrund der geringen Repräsentativität. Eine weitere Runde von Umfragen zu Beginn des Wintersemesters könnten eine größere Reichweite erzielen und somit belastbarere Ergebnisse liefern.

Die Ziele des Projektes wurden realisiert und auf der Vorarbeit zur Umfrage kann, wenn gewünscht, aufgebaut werden. Die Teilnehmenden des Arbeitskreises halten das „Studidorf“ für einen geeigneten Standort für ein Pilotprojekt, die Umsetzung dessen liegt aber schlussendlich beim AKAFÖ.

Ein weiterer Schluss der aus den Umfragen und der Beschäftigung mit dem Thema gezogen wurde ist, dass noch viel Aufklärungspotenzial bezüglich Mülltrennung in den Wohnheimen vorhanden ist.

In der anschließenden Diskussion wurden Anregungen für die Durchführung von derlei Umfragen gegeben und die Notwendigkeit vom „Erleben um zu Verstehen“ betont. Dies wurde – ohne je Ziel gewesen zu sein – erreicht durch eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Witten, welche für alle Beteiligten das (Problem-)Bewusstsein um die richtige Mülltrennung nochmal klar vor Augen geführt hat. Für Bilder und einen Bericht zu dieser Exkursion klickt ihr hier.

Derzeit finden weitere Gespräche mit dem AKAFÖ bezüglich der verschiedenen Potenziale und der Ergebnisse der Umfrage statt. Bei Neuigkeiten werden wir euch selbstverständlich auf diesem Blog unterrichten. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese natürlich weiter an bioabfall-nhf@rub.de richten.

4. Aussicht auf das neue Projekt „Tiny Houses“
„Was ist das eigentlich, so ein ‚Tiny House‘?“, fragt sich nun die Ein oder Andere geneigte Leser*in. Es handelt sich um eine alternative Wohnform zwischen 5 und 37m², welche meist einfach versetzbar ist und eine günstige Möglichkeit bietet schnell an ein Eigenheim zu gelangen. Warum ist das nun relevant für das Nachhaltigkeitsforum? Tiny Houses bieten ein mobiles Wohnkonzept (an den Lebensmittelschwerpunkt angepasst und dabei Ersparnis von Pendelei), welche auch als Statement gegen den anhalten Flächenfraß verstanden werden können (jedes Jahr verschwinden in Deutschland derzeit 66 Hektar Land unter Beton, das sind 164 Fußballfelder oder einmal das Stadtgebiet von Düsseldorf). Außerdem handelt es sich beim minimalistischen Wohnstil auch um ein Gegenmodell zum Gesellschafttrend mehr zu konsumieren als gebraucht wird. Dabei stellen sich die Fragen nach der Tauglichkeit als Modell für energieeffizientes Wohnen, des ökologischen Potenzials gegenüber traditioneller Wohnblöcke und die Recyclebarkeit von Baustoffen.

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Der skizzierte Ablaufplan des neuen AKs “ Tiny Houses“

Im neuen Arbeitskreis soll zuerst im kommenden Wintersemester eine Grundlagenrecherche stattfinden, auch um auf diese Fragen Antworten zu finden. Im nächsten Schritt wird dann im folgenden Sommersemester eine curriculäre Seminarreihe veranstaltet, welche begleitet von Exkursionen zum Abschluss eine praktische Erarbeitungsphase eines Modellbaus beinhalten soll.

Unterstützt wird das Projekt von inStudies sowie vom Lehrstuhl für REssourceneffizientes Bauen der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Ist euer Interesse geweckt worden oder wollt ihr sogar bei der Vorbereitung mithelfen? Dann schreibt Ulrike Emonds oder Marvin Nöller.


 

Solltet ihr noch weitere Fragen, Anmerkungen oder ähnliche Anliegen haben, könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Präsentation zur Umfrage in Bochumer Wohnheimen zum Thema „Bereitschaftspotenzial von Biotonnen“. Die Auswertung wird zusammengefasst auf diesem Blog zu finden sein. Die Zwischenschritte lassen sich unter der Rubrik „Arbeitskreis Bioabfall“ nachlesen,

Nachbetrachtung der Urban Gardening Workshops

Am vergangenen Samstag, den 18. August 2018, veranstaltete der Arbeitskreis Urban Gardening diverse Workshops zu den Themen Gartenmöbelbau, Vertikalbeete und Kräuteschnecke im Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße.

Neben einigen aus Einweg- und Euro-Paletten angefertigten Sitzegelegenheiten wurden unter Anderem auch eine Kräuterschnecke und verschiedene Vertikalbeete angefertigt. Alle Teilnehmenden waren den ganzen Nachmittag damit beschäftigt. Im Anschluss ließen die Teilnehmenden den Abend gemütlich beim Grillen ausgeklingen.

Danke an alle fleißigen Helfenden und Interessierten fürs Mitmachen und viel Spaß mit den konstruierten Sitzen & Hochbeeten!

Fotografische Eindrücke finden sich unten und verschiedene Stimmen und ein Hintergrundbericht finden sich auch einem schön geschriebenen Zeitungsartikel zu der Veranstaltung auf der Homepage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) [link].

Weiter gehts am 4. September 2018 um 18 Uhr mit dem nächsten Nachhaltigkeitsforum und den gesammelten Ergebnissen der Arbeitskreise Urban Gardening und Bio Abfall.

Eindrücke von den Workshops:

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Das Werkzeug: Die Klassiker Hammer, Nägel, Zollstock und Stichsäge (noch nicht im Bild)
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Das Grundmaterial: Euro- und Einwegpaletten
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Während im Vordergrund die Paletten zurechtgeschnitten werden, wird im Hintergrund die Vertikalbeete und Bänke zurechtgezimmert und ausgekleidet
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Spaß beim werkeln! Das Beitragsbild zeigt Saskia, Joris und Wiebke beim Streichen einer aus Einwegpaletten selbstgebauten Banklehne mit Wetterschutzgel.

Das Beitragsbild zeigt einen Teil der Aktiven beim Bau von Vertikalbeeten und Sitzgelegenheiten aus Einwegpaletten.

Nachhaltigkeitsforum RUB – „Ergebnisse der Arbeitskreise Bio Abfall und Urban Gardening“ – am 04.09.18 im UFO

Nach dem kurzen Sommerloch geht es für das NHF nun am

04.09.18 ab 18 Uhr

voller Elan in die zweite Jahreshälfte. Wir kehren zurück von unseren Gartenausflügen und treffen uns wieder wie gewohnt im Universitätsforum Ost (UFO) der RUB. Die ganze Veranstaltung wird um etwa 19:30 Uhr zu Ende sein.

Dieses mal dürfen wir euch endlich die Ergebnisse unserer seit mittlerweile einem Jahr laufenden Projekte Urban Gardening und Bio Abfall präsentieren.

Bio Abfall:

Wie groß ist das ökonomische und ökologische Potential bei der Einführung einer Bio Tonne in studentischen Wohnheimen in Bochum? Mit dieser Frage beschäftigte sich der AK Bioabfall. Dazu wurde ein Infoflyer erstellt und in ausgewählten Wohnheimen verteilt. Per Umfrage wurde anschließend ermittelt, wie groß die Bereitschaft beziehungsweise das Wissen zur Mülltrennung bei den Studierenden ist. Den Leitfaden, technische Einblicke und die Ergebnisse der Umfrage präsentieren wir euch an diesem Abend.

Urban Gardening:

Der AK Urban Gardening hat die Bedingungen für Urban Gardening Projekte in Bochum überprüft und den Aufbau eines Netzwerks zwischen den verschiedenen Gemeinschaftsgärten in Bochum begleitet. Außerdem wurde ein Leitfaden mit allen nützlichen Tipps und Beschreibungen zum Urbanen Gärtnern erstellt. Freut euch auf einen Rückblick über den spannenden Verlauf des stetig wachsenden Projekts und über die Erkenntnisse aus einem Jahr Urban Gardening in Bochum.

Der Ablauf des Abends:

Wie immer sind Interessierte aus allen Fachbereichen willkommen, der Eintritt ist selbstverständlich frei. Bei Rückfragen könnt ihr euch wie gewohnt an uns wenden. Wir freuen uns auf Euch, eure Fragen und einen regen Austausch!

Bei Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Das Bild zeigt ein praktisches Beispiel der Dachbegrünung und der Stadtgärtnerei in Tongyang Town, Hubei (China).

Begrünte Dächer bieten vielerlei Möglichkeiten Einfluss auf das lokale Mikroklima in der Stadt zu nehmen und dabei langfristig Energie und Ressourcen zu sparen. Nach eventuell hohen Anschaffungskosten und neben einer gewissen, notwendigen Pflege (Sträucher schneiden, Substrat aufbringen, …) sind die Vorteile gravierend.

Die „grüne Schicht“ schützt die Dachabdichtung vor UV-Strahlung und mechanischen Einwirkungen und verlängert damit ihre Lebensdauer. Sie verbessert das Raumklima lokal – da durch Verdunstung die Temperatur in den Räumen unter den Dächern gesenkt wird, was wiederum die Mengen benötigter Kühlenergie verringert – als auch das urbane Mikroklima in ihrer Umgebung. So wird Dachbegrünung als ein mögliches Gegenmittel zu „urbanen Hitzeinseln“ und zur Verbesserung des Stadtklimas gewertet, da sie auch Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern. Von möglicher CO2-Bindung im Substratboden ganz zu schweigen.
Ein weiterer Aspekt ist die Wasserrückhaltung der grünen Fläche, welche wiederum Siedlungsentwässerungen und Kläranlagen entlasten können.

Natürlich können Dächer auch in Verbindung mit Solaranlagen begrünt werden.

Lizenziert ist das Bild des Wikimedia Nutzers Vmenkov unter einer CC-BY-SA-3.0 Lizenz.

Stand Juli 2018 – AK Urban Gardening

UG Zeitplan Juli

Garten und Workshop

Der Juli war für viele AK Mitglieder klausurenreich und vor allem heiß. Der Garten an der Wasserstraße hat die Hitze dennoch gut überstanden und weiterhin reichlich Zucchini und weiteres Gemüse hervorgebracht. Wenn das so weiter geht, könnt Ihr euch am 18. August zum Grillen, Erforschen und Werkeln [Link zum Workshop] auf einen blühenden Garten freuen. Um sicherzugehen, dass das Gemüse des Gartens nicht mit eventuellen Altlasten aus dem Boden belastet ist, hat der Arbeitskreise eine umfangreiche Bodenprobe im Garten entnommen und in ein Bodenlabor geschickt. Die Ergebnisse geben dann bald dazu Aufschluss auf den Gehalt von Schadstoffen und auch den Humusanteil.

Leitfaden

Der Leitfaden über das Urbane Gärtnern wird nächste Woche endlich veröffentlicht! Er wird neben einer Übersicht der Bochumer Gärten auch viele hilfreiche Gärtnertipps enthalten.

Eure Ideen

Habt ihr Interesse an einer Exkursion zu Gemeinschaftsgärten in einer anderen Stadt des Ruhrgebiets Ende August? Wir nämlich schon! Schreibt uns gerne eure Ideen an urbangardening-nhf@rub.de, weitere Infos erhaltet ihr dann rechtzeitig.


Das Foto zeigt die zu analysierende Erde des Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße.  Die Analyse erfasst für das Gärtnern wichtige Nährstoffe und deckt eventuelle toxische Schwermetalle im Boden auf. Die Bodenqualität ist entscheidend für den Wachstum der Pflanzen. Mangelnde Qualität, Krankheiten oder Schädlingsbefall bei den Pflanzen können auf eine schlechte Bodenqualität zurückzuführen sein. [Foto:S.W.]

AK BioAbfall – Exkursion zur Biogasanlage

Am 18. Juli fand unsere Exkursion zur AHE-Biogasanlage in Witten-Bebbelsdorf [Link zur AHE-Webseite] statt. Knapp ein Dutzend interessierter NHF-Teilnehmerinnen reiste per organisierter Radtour oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Bochum an und wurde gute anderthalb Stunden über die gesamte Anlage geführt.

Die AHE-Biogasanlage in Witten-Bebbelsdorf besteht aus

  • einer Annahmehalle, in der kommunaler Biomüll aus der haushaltsnahen Sammlung sowie kommunaler Grünschnitt (Straßenbegleitgrün…) verarbeitet wird,
  • dem Fermenter, in dem das Biogas gewonnen wird,
  • einem Nachlager für flüssige Gärprodukte und fünf Intensivrotten, in denen Kompost produziert wird. Beide Produkte werden regional in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt, sowie
  • einer Schaltzentrale, von wo aus die Anlage gesteuert wird.

Was allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wohl im Gedächtnis bleiben wird, ist die große Menge an Plastik und falsch eingeworfenem Müll, der sich in dem angelieferten Biomüll befand. Das Problem daran: es gibt auf der Anlage, neben der händischen Sortierung, die mit Blick auf den bezahlten Arbeitsaufwand viel zu teuer ist, kaum effektive Möglichkeiten, das Plastik aus dem Biomüll zu entfernen. Dadurch gelangt in den Kompost, der am Schluss von den Landwirtschaftsbetrieben abgeholt und auf das Feld gebracht wird, immer wieder ein nicht unerheblicher Teil biologisch nicht abbaubarer Reststoffe. Wir appellieren daher an dieser Stelle an alle aktuellen und künftigen Nutzerinnen und Nutzer einer Biotonne, auf die richtige Trennung zu achten.

Am Ende wollten wir noch wissen, wie viel Kapazitäten die Anlage derzeit noch zur Verfügung hat. Wir wurden informiert, dass noch genug Platz für den Biomüll mehrerer Wohnkomplexe zur Verfügung stünde. Bei der Biogasanlage in Witten handelt es sich zwar um eine verhältnismäßig kleine Anlage, die dennoch und insbesondere in der Region einen großen Beitrag zu einer nachhaltigeren Abfallbeseitigung leistet.

Im folgenden finden sich ein paar fotografische Eindrücke von der Exkursion.

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Auf dem obigen Bild befindet sich links hinten ein Teil des kommunalen Biomülls wie er angeliefert wird. Rechts ist der nicht geeignete, aussortierten Anteil aufgeschüttet. Da die Sortiermaschine Plastikteile nur über ihr Gewicht erkennen kann, werden auch viele biologische Bestandteile aussortiert.

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Ein Teil der NHF-Gruppe steht vor dem BHKW, das das Biogas vor Ort direkt in Strom umwandelt.

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Ein Blick in den Fermenter, das Herzstück der Anlage: Dort wird das Biogas unter therophilen Bedingungen von speziellen Bakterien produziert.

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Im Hintergrund ist einer der Rottetunnel zu sehen, in denen die festen Überreste aus dem Fermenter mit der Zeit zu wertvollem Kompost werden. Dieser ist auf dem Bild im Vordergrund zu sehen.

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In der Schaltzentrale wird den Teilnehmenden noch einmal erklärt, wie alle Teile der Anlage zusammenhängen und in welcher Beziehung die einzelnen Wirkungsprozesse zueinander stehen.

Weitere Informationen und ein erklärendes PR-Video zur AHE und zum Biogasanlagenprinzip (von der Tonne bis zum Strom aus der Steckdose) finden sich auf der entprechenden AHE-Webseite www.stromtonne.de/

Wir danken der AHE GmbH und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Biogasanlage Witten-Bebbelsdorf herzlich für den exklusiven Einblick und für einen durchweg informativen und interessanten Vormittag!

 

Der AK Urban Gardening lädt ein: Workshops und Grillen im Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße am 18. August 2018

Der Arbeitskreis Urban Gardening lädt anlässlich der finalen Phase des Projektes am

Samstag, den 18.08.18 im Gemeinschaftsgarten an der Wasserstraße 55

zum gemeinsamen Tüfteln und Speisen ein. Es werden Workshops zu den Themen Kräuterschnecke, Sitzmöbel aus Paletten und Paletten-Vertikalbeet angeboten. Um zu entscheiden, ob die Workshops parallel oder nacheinander ablaufen sollen, bitten wir um eine kurze Rückmeldung eurerseits mit ergänzendem Interessensschwerpunkt (an urbangardening-nhf@rub.de). Die entstehenden Materialkosten werden von unserem Projektbudget getragen. Meldet euch also auch bitte, damit wir genug Material für alle einplanen können. Im Anschluss findet ein offenes Mitbring-Grillen für alle Arbeitenden sowie weitere Interessierte statt.

Tagesablauf:

Ab 14 Uhr: Workshops zu den Themen

  • Euro-Paletten-Vertikalbeet
  • Aufbau einer Kräuterschnecke
  • Bau von Sitzmöbeln aus Euro-Paletten

Ab 18 Uhr: Grillen und gemütliches Beisammensein

Anmeldung zu den Workshops

  • Bis 15. August 2018
  • Mail an: urbangardening-nhf@rub.de
  • Bitte kurze Angabe von Interessensschwerpunkt (Vertikalbeet, Kräuterschnecke, Sitzmöbel); mehrere Angaben sind möglich
  • Betreff: Urban Gardening Workshop

Bei Rückfragen stehen wir selbstverständlich wie gewohnt zur Verfügung! Bis zum 18. August bei hoffentlich wunderbarem Wetter!

Das Foto zeigt die Kräuterschnecke des Hammer Gartens (Galensche Straße, Hamme) samt Radfahrendenbeinen. [Foto: S.W. ]

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ – Mark Twain