Nachbetrachtung des Nachhaltigkeitsforums am 6.2.2018

Zum Auftakt des kürzesten Monats des Jahres starteten wir mit einer längeren Sitzung des Nachhaltigkeitsforums. Am vergangenen Dienstag drehte sich alles, neben der üblichen Runde an Berichten aus den Arbeitskreisen Urban Gardening und BioAbfall, um „Nachhaltig und Bewusstes Konsumieren in Bochum“. Neben der Vorstellung von Rahmenbedingungen (Bio-/Fair Trade-Siegel, Bedingungen) wurden konkret Geschäfte mit nachhaltigen Produkten in Bochum empfohlen (Bioläden, faire Kleidungsgeschäfte, etc.). Anschließend gab es einen Rückblick auf das 1. Bochumer Klimaforum. Ein detailliertes Protokoll folgt unter dem Strich.

Das nächste Nachhaltigkeitsforum wird am 6. März 2018 im UFO zur gewohnten Zeit (ab 18 Uhr) stattfinden. Falls ihr zu den Arbeitskreisen dazustoßen wollt oder mehr Informationen über diese erhalten möchtet, schreibt uns direkt an die Mailadresse des jeweiligen AKs (bioabfall-nhf [ÄT] rub.de & urbangardening-nhf [ÄT] rub.de).

Für alles Weitere, Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.


  1. Begrüßung
  2. NHF – Allgemeines
    Der „Grüne Brief“ und sein Konzept wird in Kürze auf dem Blog vorgestellt und veröffentlicht.
  3. Zwischenbericht aus den Arbeitskreisen Urban Gardening und BioAbfall
    Urban Gardening
    : Der AK war weiterhin am Gemeinschaftsgarten nahe der Wasserstraße aktiv (Boden Präparation mit Rausreißen der Wurzeln, Inspektion des Bodens durch Gärtner). Es steht nun bald das nächste Vernetzungstreffen der Gemeinschaftsgartenprojekte in Bochum an. Zusätzlich wird ein Saatgut Austausch angestrebt und generell Saatgut für die bald anstehende Aussaat gesammelt.
    Bioabfall
    : Die Umfrage befindet sich nach einem längeren Gespräch mit einem Vertreter der Verbraucherzentrale Düsseldorf in der letzten Überarbeitungsschleife. Die Frage nach der politischen Inaktivität bezüglich des Themas Biotonne wurde auch im Rahmen dieses Gesprächs beantwortet. Kommunen sind nicht auf gesetzlicher Grundlage verpflichtet und haben aufgrund von Erfahrungen und noch nicht erreichter Rentabilität älterer Müllverbrennungsanlagen keinen Handlungsbedarf. Die lokalen Unterschiede bei der Befüllung der Biotonnen (manche sind reine „Grünschnitt“-Tonnen) ergeben sich aus den unterschiedlichen „Endlagerungskonzepten“ der Kommunen, nämlich Biogasanlagen oder zentrale Kompoststelle. Biogasanlagen weisen ein deutlich höheres Temperaturniveau auf und haben somit ein viel breiteres Wirkungsfeld. Der Biomüll aus Bochum wird zu 100% in einer Biogasanlage in Witten verwertet.
    Außerdem wurde über „biologisch abbaubaren Kunststoffe“ (z.B. PLA) und der damit eingehenden Problematik gesprochen. In einem Kompost herrschen nicht die benötigten Temperaturen zur Zersetzung, auf der anderen Seite werden sie oft mit üblichem Plastik verwechselt und somit vor der biologischen Verwertung aussortiert. Außerdem benötigen solche Kunststoffe eine Verweilzeit von acht Wochen statt der üblichen sechs Wochen.
    Der Infoflyer zum Thema Mülltrennung für die Studentenwohnheime befindet sich nun in der Designphase (möglicherweise in Kooperation mit inSTUDIES und AKAFÖ).
    Die Biogasanlage in Witten hat sich bis jetzt noch nicht mit einem Terminvorschlag für ein Exkursion zurückgemeldet.
  4. Impulsvortrag: „Nachhaltiges und bewusstes Konsumieren in Bochum“
    Der Impulsvortrag begann mit der Defintion von Nachhaltigkeit und Konsum. Nach dem Aufzeigen der sehr breiten Anwendungsbereiche von Nachhaltigkeitskonzepten in allen Aspekten des Lebens wurde ein Überblick zu den verschiedenen Labels und Siegeln gegeben, die bestimmte Standards garantieren sollen. Dabei erstaunte die Tatsache, dass die Begriffe „bio“, „öko“ und „fair“ für Mode und Kosmetika keine geschützten Begriffe sind und somit in dieser Branche keine Standards garantieren. Einen groben Überblick über die verschiedenen Siegel und Labels in Lebensmitteln kann unter folgendem Link gefunden werden. Weitere Details und Informationen lassen sich ebenfalls auf der Internetseite utopia.de  finden. Generell ist zu sagen, dass es verschiedene Abstufungen „ehrlicher und nachhaltiger“ Siegel gibt (bei Kleidung seien vor allem „GOTS“, „IVN“ genannt; bei Lebensmitteln „demeter“, „Bioland“), welche zum Teil nicht nur ökologische Kriterien sondern auch soziale Standards garantieren. Außerdem gibt es manche Siegel, welche die Frage erwecken, ob es sich hier nicht nur um eine PR-Form der Schönfärberei handelt (das „FairTrade“-Siegel hatte früher als Kondition, dass 50% der verarbeiteten Rohstoffe fair gehandelt sein mussten, dieser Wert ist nun auf 20-Gewichtsprozent abgesenkt worden).
    In Bochum findet sich nachhaltige und faire Kleidung unter anderem bei Kong Island, Native Souls – oder noch ressourcensparender, bei Second-Hand Läden. Der Wunsch nach nachhaltigem Essen kann bei Biobäckereien, Reformhäusern, einigen Markständen und anderen Bioläden gedeckt werden. Ansonsten gilt, dass bewusstes Konsumieren einen großen Beitrag leisten kann. „Nicht alles muss neu gekauft werden!“Im Anschluss an diesen Impuls wurden Fragen nach der Herkunt dieser Siegel gestellt. Diese stammen meist von Stiftungen und Verbänden, manchmal Regierungsinstitutionen (mehr: siehe utopia.de).
  5. Rückblick: 1. Bochumer Klimaforum am 23. Januar
    Das 1. Bochumer Klimaforum war ein interessanter Tag mit vielen spannenden Gästen, lehrreichen Vorträgen sowie ansprechenden fachlichen Diskussionen. Die Vorträge waren gegliedert in 3 Segmente „Klimaanpassung“, „Regenerative Energien“ und „Elektromobilität“.
    Den Auftakt machte „Klimaanpassung“ mit einem Vortrag über Starkregenereignisse in Bochum. Darauf folgte eine Vorstellung zu klimaangepasstem Bauen und den monetären (Grundstückswert), ökologischen (emissionsarm, naturschonend) und adaptiven (Schutz vor Überflutung, Starkhitze) Vorteilen, die diese Bauweise mit sich bringen kann.
    In der Sektion „Regenerative Energien“ wurde zunächst das hohe Potenzial der Tiefengeothermie (>2000m) im Ruhrgebiet vorgestellt. Diese erfordere allerdings noch mehr Exploration in der Tiefe unter der Erde, könnte dann aber das Wärmenetz speisen und Kohlekraftwerke entlasten. Daraufhin wurde das Projekt der Grubenwasserförderung und -wärmenutzung im Gewerbegebiet Robert Müser vorgestellt. Dort wird, im Rahmen der Ewigkeitskosten, eh zu förderndes warmes Grubenwasser zur Versorgung der alten Feuerwache und einer Schule verwendet.
    Der letzte Block „Elektromobilität“ begann zunächst mit einem Vortrag über die „Street Scooter“ der DHL, den Problemen bei der Konzeption und der hochskalierten Implementierung und den (unauffälligen) Vorteilen dieser Technologie (emissionsarm, kein Schaltgetriebe) im Lieferverkehr. Abschließend folgte eine Präsentation der BOGESTRA und ihrem Zukunftskonzept. Neben den aktuellen großen Anschaffungen von Dieselbussen (EURO6) hat das Unternehmen die Autoflotte der Monteure voll elektrisiert. Die Vision für die nächsten Jahre findet sich dann in der Anschaffung von Elektrobussen sowie der Einrichtung der ersten vollständigen elektrischen Buslinie (bis 2019/2020).
    Im Anschluss folgte die Verleihungszeremonie des 1. EEA-Awards und des Bochumer Klimaschutzpreises.
  6. Sonstiges & Termine
    Am 17. Februar findet die nächste Bowusst-Stadtführung statt, welche die im Vortrag erwähnten Läden und Nachhaltigkeitskonzepte in Bochum greifbar macht. Treffpunkt ist um 12 Uhr hinter dem Hauptbahnhof

Das Bild soll symbolisch zeigen, dass benutzte Kleidung nicht unbrauchbar sein muss.
Es stammt von Lauren Jong und wurde mit einer CC-BY-ND-2.0 Lizenz publiziert.

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Nachhaltigkeitsforum am 6. Februar 2018

Ein bewegtes Semester geht zu Ende und mit der vorlesungsfreien Zeit steht auch wieder das nächste Nachhaltigkeitsforum an. Und zwar am 6. Februar 2018, ab 18:00 Uhr im Universitätsforum Ost (UFO) 0/01. 

Dabei erwartet euch, neben den regulären Updates aus den Arbeitskreisen, ein Impulsvortrag von Yvonne Stalder mit dem Thema „Nachhaltiges Konsumieren in Bochum„, der auch als Vorbereitung auf die nächste BoWusst Stadtführung angesehen werden kann. Im Anschluss folgt eine Rückmeldung über unsere Einblicke und Erfahrungen auf dem 1. Bochumer Klimaforum am 23. Januar. Dort gab es neben einer Preisverleihung auch eine Menge spannender Kurzvorträge zu den drei Themengebieten Klimaanpassung, Regenerative Energien und Elektromobilität.

Wenn ihr Ideen für Themen habt oder selber einbringen wollt, wird natürlich auch Raum hierfür sein. Wir sind auch auf euren Input gespannt. Wie immer gilt – Interessierte aus allen Fachbereichen sind willkommen.

 


Hier die vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. NHF – Allgemeines
  3. Kurzer Zwischenbericht aus den Arbeitskreisen Urban Gardening und BioAbfall
  4. Impulsvortrag: „Nachhaltiges Konsumieren in Bochum
  5. Rückblick: 1. Bochumer Klimaforum am 23. Januar
  6. Sonstiges & Termine

Bei weiteren Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

Das Bild zeigt einen groben Überblick über die Stände vom 1. Bochumer Klimaforum, im Vordergrund ist das SolarCar der Hochschule Bochum zu sehen. Das Bild wurde veröffentlicht von der Stadt Bochum.

 

Nachbetrachtung des Nachhaltigkeitsforums am 9.1.2018

Zu Beginn des neuen Jahres starteten wir direkt mit der nächsten Runde des Nachhaltigkeitsforums. Die Veranstaltung wurde mit einem knappen Jahresrückblick begonnen und bot neben Berichten aus den Arbeitskreisen Urban Gardening und BioAbfall einen Impulsvortrag zum Thema „Gemeinwohlökonomie“, welcher das Konzept beleuchtet und kurz vorgestellt hat. Im Anschluss wurden Ideen für das anstehende Jahr diskutiert, anschließend gab es eine Konzeptvorstellung und -verabschiedung („Grüner Brief“). Mehr Details folgen unter dem Strich.

Das nächste Nachhaltigkeitsforum wird am 6. Februar 2018 im UFO zur gewohnten Zeit um 18 Uhr stattfinden. Die Arbeitskreise treffen sich weiterhin regelmäßig jeden zweiten Dienstag ab 18 Uhr im UFO. Für mehr Informationen, oder falls ihr dazustoßen wollt, schreibt uns oder direkt an die Mailadresse des jeweiligen AKs (bioabfall-nhf [ÄT] rub.de & urbangardening-nhf [ÄT] rub.de).

Für alles Weitere, Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.


  1. Begrüßung
    Begrüßung der zahlreichen Anwesenden im Universitätsforum Ost (UFO) Raum 0/01
  2. Jahresrückblick 2017
    Ein kurzer Rückblick über die Entwicklung des Nachhaltigkeitsforums im Jahr 2017 wurde gegeben. Dabei gab es neben der Vorstellung der behandelten Themen in Impulsvorträgen (Power-to-Gas, Coffe2Go & Recycling, Stoffgeschichte, COP23, Alternative Wege der Stadtentwicklung, uvm.) auch eine kurze Übersicht zur Entstehung und Entwicklung der Arbeitskreise. Für mehr Informationen zu Vergangenem könnt ihr euch hier [Link] durch die Protokolle klicken.
  3. Berichte aus AKs
    Urban Gardening:
    Neben einem regulären Treffen gab es eine Exkursion zum Bergmannshof mit Führung durch Werkstätten, Gärten und Tierbereiche. Die AK Mitglieder sind nun auf dem Mail Verteiler des Bergmannshofs und werden womöglich zukünftig auch gemeinsame Projekte anpeilen. Am neuen Gemeinschaftsgarten Projekt in der Wasserstraße wurde ebenfalls „geackert“ und gemeinsam mit ein paar Freiwilligen Helfern Brombeersträucher gerodet. Außerdem wird bald eine Anfrage bezüglich verfügbarer Flächen an die Stadt gestellt.Bioabfall:
    Das nächste Ziel ist, die Umfrage bis zum nächsten NHF fertigzustellen und die Informationszettel für die Studierenden vorzubereiten. UmweltServiceBochum (USB) hat mittlerweile auf die Fragen geantwortet aber lediglich auf die AHE (AVU + Heintke Entsorgung; Betreiber von Recycling- und Biogasanlagen) verwiesen. Diese war erfreut über Interesse und nun wird gemeinsam nach einem Termin für mögliche Exkursion gesucht. Informationen folgen dazu, soblad es Neues gibt.
  4. Input „Gemeinwohlökonomie“
    Gemeinwohlökonomie ist die Idee eines alternativen Wirtschaftssystems, welches auf gemeinwohl-fördernden Werten basiert und somit den Erfolg einer Unternehmung nicht blind vom erzielten Profit abhängig macht. Sie ist auch eine Initative zur Bewusstseinsbildung, welche neben der wirtschaftlichen auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene wirken möchte. Das Ganze soll dabei ergebnisoffen, partizipativ aber vor allem als lokal wachsender Prozess gestaltet werden.
    Die Grundsteine für die Gemeinwohlökonomie wurden durch die Bücher „Neue Werte für die Wirtschaft“ (Christian Felber, 2008) und „Gemeinwohlökonomie“ (Christian Felber, 2010) gelegt, welche dann 2011 zur Gründung des Vereins zur Förderung der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) führten.
    Als theoretische Basis stellt die GWÖ diverse Fragen: „Wo stehen wir?“ – trotz Wirtschaftswachstum geht es vielen Menschen nicht gut während nebenbei die ökologischen Systeme immer größerem Druck ausgesetzt werden. Gier & Profit sind wichtiger geworden als Gereichtigkeit und ein Sinn für Nachhaltigkeit. „Was ist der Zweck des Wirtschaftens?“ Wachstum und Kapitalakkumulation als Selbstzweck sollen in Frage gestellt werden. „Was kann GWÖ bewirken?“ Die GWÖ-Bilanz zeigt auf wie sehr ein Unternehmen dem Gemeinwohl dient, gute Bilanzen sollen dabei zu Vorteilen für Unternehmen führen und somit gemeinwohlförderndes Verhalten belohnen.
    Die Bilanz ergibt sich aus drei Schritten, der (anhand von Leitfäden) eigens erstellte Gemeinwohlbericht, die externe Prüfung dessen und abschließend die Veröffentlichung der Bilanz. Vorteile sind neben Vorzügen fürs Gemeinwohl (Stressreduktion, Erhaltung von wichtigen Ökosystemen) auch innerorganisatorische Vorteile (höhere Motivation der Mitarbeiter durch nachhaltige Arbeits- und Unternehmensstrukturen).
    Eine Übersicht über die einzelnen gemeinwohlfördernden Werte findet sich in folgender „Gemeinwohlmatrix
    https://www.ecogood.org/media/filer_public_thumbnails/filer_public/e9/9d/e99dc637-152d-4a7e-86a2-137ac09f0409/matrix_5_0_bild.png__874x494_q85_crop_subject_location-437%2C248_subsampling-2_upscale.png
    In der Praxis sind zahlreiche Gemeinden und Bildungseinrichtungen diesem Konzept gefolgt, aber auch Unternehmen (>2000 unterstützen das Modell und ~400 sind direkt Mitglieder) weltweit unterstützen dieses. Die meisten Teilnehmenden befinden sich in und um Österreich aber auch auf anderen Kontinenten, v.a. Lateinamerika.Im Anschluss an die Präsentation wurde angeregt diskutiert. Hierbei kam die Frage auf, was für Unternehmen denn so bisher teilnehmen – die Bandbreite reicht von Unternehmensberatungen zum PC Reparatur Dienst von nebenan, allerdings sind es bisher tendenziell nur kleinere Unternehmen. Um die GWÖ zu unterstützen, wendet man sich am besten an den Verein und regionale Ansprechspartner oder überzeugt gar seine Kommune. Die Vision der GWÖ ist, dass die Wirtschaft dem Gemeinwohl der Menschheit dient und nicht umgekehrt – unter anderem durch Transparenz von möglichst vielen Produktwegen.Für mehr Informationen besucht ihre Internetseite https://www.ecogood.org/de/, ebenfalls wurde die GWÖ im vergangenen Sommersemester im Rahmen der Ringvorlesung „Plurale Ökonomik“ vorgestellt.
  5. Diskussion, Ideen und Ausblick 2018
    Folgende Tabelle gibt einen ersten, groben Überblick über mögliche Themen im kommenden Jahr:
    Ausblick.jpg
  6. Konzeptvorschlag „Grüner Brief“
    Das Mail-Interviewkonzept „Grüner Brief“ wurde vorgestellt. Es soll 5-6 Fragen umfassen, welche die Perspektive der jeweiligen Person zum Thema Nachhaltigkeit und ihre eigene Sicht darauf darstellen soll. Es wurde gemeinsam beschlossen, diese Fragebögen nicht nur an eingeladene Gäste sondern auch an Teilnehmende zu versenden und dann in regelmäßigen Abständen auch auf unserem Blog zu veröffentlichen. Genaueres dazu folgt im Laufe der nächsten Woche in einem eigenen Blogpost.
  7. Termine & Sonstiges
    – es gibt den Wunsch nach Tshirts des Nachhaltigkeitsforums, diese wären aber erst ab einer Auflage von 10 realisierbar.
    – Gemeinschaftsgarten Wasserstraße: Bevor etwas in den Boden gesetzt wird, was später noch gegessen würde, wäre es interessant Bodenproben (<1m Tiefe) zu nehmen. Diese sollten vor März, der Aussaat, entnommen werden

    23.1 Bochumer Klimaforum, ab 12:30 im Anneliese Brost Musikforum; weitere Informationen hier [Link]
    30.1 „Zusammenrücken als Nachhaltigkeitsstrategie“, Lehrstuhl Städtebau, Bergische Universität Wuppertal, mehr Informationen hier [Link]
    6.2 nächstes Nachhaltigkeitsforum
    8.2 E-World – Energy & Water, der Eintritt ist für Studierende frei an diesem Donnerstag, es wird eine gesammelte Anreise geben
    17.2 BoWusst Stadtführung

 

Das Bild zeigt den Ausblick im botanischen Garten Wuppertals von Atamari.
Es ist lizenziert unter CC-BY-SA-3.0

Neuntes Nachhaltigkeitsforum am 9.1.2018

Wir hoffen, dass ihr alle gut euren Weg in das neue Jahr gefunden habt und wollen euch herzlich zu unserem ersten Nachhaltigkeitsforum im Jahr 2018 einladen. Dieses findet ausnahmsweise am zweiten Dienstag des Monats und damit am Dienstag, den 9.1.2018 statt, da der Unibetrieb in der ersten Jahreswoche zum Teil noch still liegt. An Ort und Uhrzeit hat sich allerdings nichts geändert: wie immer geht es ab 18 Uhr im Universitätsforum Ost (UFO) los.

Wir werden euch einen Ausblick auf das kommende Jahr in Hinblick auf zu bearbeitene Themen und unseren Arbeitskreisen BioAbfall und UrbanGardening geben. Wenn ihr Anregungen oder Vorschläge zu Themen habt, ist wie immer dafür der Raum vorgesehen.

Wir freuen uns außerdem auf einen Impulsvortrag von Marcel Haidar zum Thema Gemeinwohlökonomie.

Vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Kurzer Jahresrückblick 2017
  3. Bericht aus den AKs „BioAbfall“ und „UrbanGardening“
  4. Ideensammlung & Vorstellung möglicher Projekte 2018
  5. Impulsvortrag „Gemeinwohlökonomie – Theoretischer Überblick und praktische Ansätze“
  6. Vorstellung des Konzepts „Grüner Brief“
  7. Diskussion und Ausklang

Auch im Jahr 2018 hoffen wir auf eine ähliche gute Enwicklung wie im Vorjahr und freuen uns auf Interessierte aus allen Fachrichtungen!

Das Bild zeigt einen blühenden Löwenzahn im Ringen mit dem Wind – der Löwenzahn ist eines der Symbole der Gemeinwohlökonomie. Es wurde unter einer CC0 Lizenz frei der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Kurze Winterpause

Ein ereignisreiches Jahr ist (fast) rum und wir freuen uns, auf viele lehrreiche Treffen mit vielen interessanten und interessierten Gästen und Teilnehmenden zurückblicken zu können.

Das Nachhaltigkeitsforum-Orga-Team begibt sich nun in eine kurze Winterpause, lässt das Jahr Revue passieren und schmiedet derweil an neuen Formaten.

Für alle, die schon an der Neujahrsplanung sitzen: Das nächste Treffen findet am Dienstag, den 9. Januar 2018 ab 18 Uhr an gewohnter Stelle statt (UFO). Bis dahin danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die den bisherigen Kurs begleitet und mitgestaltet haben und wünschen bis zum nächsten Mal eine angenehme Zeit zwischen den Jahren und einen guten Jahreswechsel!

Das Foto zeigt die Valkenburger Grotten zur Weihnachtszeit. In den Höhlen der holländischen Stadt Valkenburg findet jährlich der Walkenburger Weihnachtsmarkt statt. Das Foto wird über eine CC0 Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt von pixabay-User „schoemi„.

 

Nachbereitung des 8. Nachhaltigkeitsforums vom 5.12.2017

Das achte Zusammentreffen des Nachhaltigkeitsforums liegt nun hinter uns. Neben der Präsentation der ersten größeren Runde von Zwischenergebnissen der beiden Arbeitskreise Urban Gardening und BioAbfall, der Planung einer gemeinsamen Exkursion zur „BoWusst“ Stadtführung, sowie gemeinsamen Brainstorming über kommende Themenschwerpunkte, hat uns Patrick Schulte einen Überblick über das Konzept der „Transition Town“ verschafft. In diesem Artikel folgt das ausführliche Protokoll.

Das nächste Nachhaltigkeitsforum wird am 9. Januar 2017 im UFO zur gewohnten Zeit um 18 Uhr stattfinden. Die Arbeitskreise treffen sich weiterhin regelmäßig Dienstags ab 18 Uhr im UFO zusammen. Für weitere Informationen und Rückfragen könnt ihr nun aber auch die Arbeitskreise direkt anschreiben (siehe weiter unten).

Für alles Weitere, Fragen, Anmerkungen oder Ähnlichem könnt ihr uns wie gewohnt [Link] erreichen.

 


  1. Begrüßung
    Begrüßung der Anwesenden im Universitätsforum Ost (UFO) Raum 0/01
  2. Vorstellung Stand der Dinge & anstehende Aufgaben in den AKs
    Urban Gardening: Die Kommunikationsstrukturen und die nächsten Termine wurden festgelegt. Beim Auftakt gab es einen kurzen Impulsvortrag zu Urbanem Gärtnern, einen Film sowie eine Auswahl an Büchern zum Thema. Die Primärziele der Gruppe sind erstmal praktische Erfahrungen zu sammeln, Vernetzungen voran zu treiben (mit der Hochschule, Bergmannshof und anderen Akteur*innen). Diverse Veranstaltungen (Gemeinschaftsgartengründung an der Wasserstraße, Nachhaltigkeitstage) wurden von den Teilnehmenden besucht und die weitere Fortbildung dieser wird angestrebt – unter anderem um weitere Fähigkeiten zur späteren, eigenen Durchführung des Workshops zu erlangen. Es steht noch einiges an Recherchearbeit an, allerdings gibt es eine erste Sammlung von verschiedenen Handreichungen zum Thema. Als konkreter Anfang wird nun nach geeigneten Flächen gesucht, das könnte vom Unibeet, privaten oder auch bis zu kommunalen Flächen reichen.
    Die einzelnen Erkenntnisse des AKs sollen in Zukunft in einer noch zu klärenden Form auch Interessierten außerhalb des Arbeitskreises zugänglich gemacht werden.
    Kontakt: urbangardening-nhf [ÄT] rub.deBioAbfall: Der Arbeitskreis hat sich bei den bisherigen Treffen zuerst mit dem gegenseitigen Kennenlernen und Aufbau von Kommunikationsstrukturen (Mailingliste) beschäftigt. „Slack“ scheint sich vorerst als Kommunikationsmedium durchgesetzt zu haben. Zunächst folgen im Dezember nun Gespräche mit dem AKAFÖ sowie dem UmweltServiceBochum (USB). Ein erster Protoyp für eine Umfrage wurde erstellt und wird nun gruppenintern ausgewertet und mit Unterstützung verfeinert. Die aktuelle Recherchefrage, zur Vorbereitung eines Informationsflyers, latutet „Was gehört in welchen Müll?“. Es gibt die Überlegung neben der Auswertung der Potentiale eine Wirksamkeitsstudie zum Informationsflyer anzufertigen. Es wird nun eine Umfrage vor und nach dem Austeilen des Informationsmaterials geben.
    Kontakt: bioabfall-nhf [ÄT] rub.de.
  3. Impulsvortrag „Das Transition Town-Konzept: Übergangsansatz für eine postfossile & relokalisierte Wirtschaft“ von Patrick Schulte
    Sie treffen sich in selbst gegründeten Repair-Cafés oder Gemeinschaftsgärten, manchmal auch in Volkshochschulen, Gemeindehäusern oder anderen verfügbaren Räumen.
    Das Transition-Netzwerk hat seine Wurzeln 2006 in England und von dort mittlerweile erstreckt es sich von kleinen Gemeinden, über Stadtviertel zu ganzen Städtebünden. TransitionNetwork.org ist der Brennpunkt des weltweiten Netzwerkes, welches mittlerweile mehr als 1130 Initativen in 43 Ländern (Stand September 2013) vereint. Kernanliegen des TransitionTown Konzeptes sind Suffizenz und Resilienz.
    Resilienz bedeutet hier Widerstandsvermögen gegen äußere „Schocks“ (Ölknappheit, Wirtschaftskrisen, Klimawandel) durch (Wieder-)Aufbau von lokalen und regionalen Netzwerken für Dienstleistungen, Warenproduktion, Lebensmittel und Gemeinschaft.
    Suffizenz umfasst in diesem Fall das Anliegen der Reduktion des Ressourcenverbrauchs beziehungsweise zum Auskommen mit begrenzten, lokalen Ressourcen (zur Resilienzsteigerung). Dies fördere die Unabhängigkeit/Autarkie der Gemeinden von globalen Produktionsketten und Konzernen, welche zwar sehr „effizient“, aber auch sehr verwundbar für Ausfälle geworden sind. Des Weiteren will es die Frage „Wie wollen wir leben?“ stellen und selbstbewusst beantworten statt in Negativität angesichts der widersprüchlichen Verhältnisse zu versinken. Und so soll gesellschaftliche Gestaltungsmacht entfaltet werden, zum Beispiel über Gemeinschaftsmärkte/“Local Farmers Markets“, offene (Fahrrad-)Werkstätten, Repair-Cafés oder gar Komplementärwährungen.
    Workshops und Treffen innerhalb des TransitionTown-Gesamtznetzwerk vermitteln Wissen darüber, wie sich eine Transition Town organisieren lässt und welche rechtliche Struktur sie haben könnten. Jede Transition Initiative sollte zudem über ihre Aktionen oder über ihre Erfahrungen berichten. Viele Transition Towns pflegen hierfür einen eigenen Blog und im deutschsprachigen Raum engagieren sie sich im gemeinsamen Online-Netzwerk.In Bochum gab es auch eine TransitionTown, diese Initiative ist aber zur Zeit inaktiv – noch? 😉 – im Gegensatz zur TransitionTown Essen.
  4. Exkursionsplanungen: „BoWusst-Stadtführung“
    Am Nachhaltigkeitstag der Hochschule Bochum sind Teilnehmende auf diese alternative Stadtführung gestoßen. Sie bietet alle 2-3 Monate eine Führung mit Fokus auf nachhaltigen Läden (Kleidung, Nahrung, Fahrräder, etc.) in Bochum an. Die nächste Führung findet für spontan-Entschlossene am 9.12 um 12 Uhr am Hauptbahnhof-Buddenbergplatz statt. Die Runde hat gemeinsames Interesse bekundet für den folgenden Termin, 17.2.2017, Informationen dazu werden aber noch folgen. Mehr Informationen zur Führung findet ihr auf der Website von BoWusst.
  5. Künftige Vorträge/Vortragende für NHF Veranstaltungen
    In einem Gruppenprozess des Brainstormings wurden gewünschte Themen in den Raum geworfen, welche die nächste große NHF-Veranstaltung thematisch verorten sollen. Dabei kamen folgende Themenvorschläge zusammen: „Nachhaltige Geldwirtschaft/Gemeinwohlökonomie“, „(E-)Mobilität: Lastenrad oder E-Bus?“, „Insektensterben: Wo sind all die Bienen hin?“, „Anders wirtschaften: Nachhaltigkeit in Unternehmensstrukturen am Beispiel von Getränken und IT“, „Lebensmittelverschwendung: Warum verschwenden wir so viel und wie reduzieren wir das?“, „Nachhaltige Campusentwicklung mit betriebsrelevanten Ansätzen (RUB-Energiestrategie, C2C-Ansätze, Nachhaltigkeitsbericht, digitale/papierlose Universität,..)“, „Öko-Kleidung: Gibt es das auch sozialverträglich?“, „Was kosten die verschiedenen Energieträger eigentlich wirklich?“.
    Falls ihr weitere Ideen habt könnt ihr sie uns stets gern über die verschiedenen Kanäle zukommen lassen oder, noch besser!, sie uns beim nächsten Mal persönlich vorstellen!
  6. Sonstiges
    Am 23. Januar 2018 findet eine „Klimakonferenz im Musikforum“ in Bochum statt.

 

Das Foto zeigt den „Siepentalgarten“ mit Solarkochern und Teilnehmende der TransitionTown Essen. Das Foto stammt von https://www.transition-initiativen.de/, gemacht von Susanne Fiedler

Achtes Nachhaltigkeitsforum am 5.12.2017

Das letzte Nachhaltigkeitsforum im Jahr 2017 findet am Dienstag, den 5.12. ab 18 Uhr im Universitätsforum Ost (UFO) der Ruhr-Universität Bochum statt. Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches erstes Jahr unserer noch so jungen Geschichte und freuen uns auf die Herausforderungen, die uns im nächsten Jahr erwarten.

Nach der Auftaktphase unserer internen Projekte Urban Gardening und Bio Abfall werden die ersten Zwischenresultate der beiden Projektkoordinatorinnen vorgestellt. Wie immer gilt: Schaut vorbei, macht mit, oder informiert euch einfach über den Fortschritt dieser Projekte.

Außerdem dürfen wir uns auf einen kurzen Vortrag zum Thema „Transition Town-Konzept“ freuen. Aufgrund des großen Interesses erklärte sich Patrick Schulte aus der Runde dazu berteit, zu dem Thema zu recherchieren und über eine Impulspräsentation einen Einblick zu ermöglichen.

Am Ende geben wir euch noch einen Ausblick auf künftige Exkursionen und tragen mit allen Teilnehmenden mögliche Themen für künftige Informationsveranstaltungen zusammen.

Dabei sind wir auch auf euren Input gespannt. Wie immer gilt – Interessierte aus allen Fachbereichen sind willkommen.

Vorläufige Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Allgemeines & Neues
  3. Vorstellung Stand der Dinge & anstehende Aufgaben in den AKs durch
  4. Kurzer Impuls zum Thema „Das Transition Town-Konzept: Übergangsansatz für eine postfossile & relokalisierte Wirtschaft“ von Patrick Schulte
  5. Exkursionsplanungen: Urbane Produktion (Langendreer) & „BoWusst-Stadtführung“
  6. Künftige Vorträge/Vortragende für NHF Veranstaltungen
  7. Sonstiges

 

Zu sehen ist ein auf Ästhetik ausgerichtetes Viertel in der englischen Stadt Bath. Neben ästhetischen Gesichtspunkten wurde im 18. Jahrhundert in diesem Fall auch ein Grüngürtel als ergänzendes Element eingeplant.

Das Bild wird lizenzfrei  zur Verfügung gestellt üdurch den Wikipedia-Autor Arpingstone.

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“ – Mark Twain